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| 02:43 Uhr

Breite Mehrheit im Potsdamer Landtag will Ehe für alle

Potsdam. Brandenburgs Landespolitik steht der Einführung der sogenannten Ehe für alle mehrheitlich positiv gegenüber. In einer Aktuellen Stunde im Potsdamer Landtag plädierten Redner aller Fraktionen außer der Alternative für Deutschland (AfD) dafür, die Ehe auch für Schwule und Lesben zu öffnen.

"Niemand hat das Recht, zwischen richtiger und falscher Liebe zu unterscheiden", sagte der Landtagsabgeordnete René Wilke (Linke) in der Debatte. Die CDU-Landtagsabgeordnete Kristy Augustin verwies darauf, dass auch in Brandenburg die Christdemokraten derzeit die Frage diskutierten, ob der Ehebegriff erweitert werden oder in der jetzigen Form erhalten werden müsse.

Die Wittstocker Landtagsabgeordnete Ina Muhß (SPD) erklärte, lesbische und schwule Partner würden mit dem Festhalten an der eingetragenen Lebenspartnerschaft in einem Sonderstatus gehalten. "Damit wird signalisiert, dass sie als minderwertig angesehen werden", so Muhß. Dagegen plädierte der AfD-Abgeordnete Steffen Königer für die Beibehaltung der Ehe zwischen Mann und Frau. Diese sei und bleibe "wünschenswert".