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| 06:00 Uhr

Braunkohletagebau
Wassernotstand in Lausitzer Seen

Der Pastlingsee bei Schenkendöbern (Spree-Neiße) verliert seit Jahren Wasser. Eine Folge des Tagebaus.
Der Pastlingsee bei Schenkendöbern (Spree-Neiße) verliert seit Jahren Wasser. Eine Folge des Tagebaus. FOTO: Bernd Settnik
Cottbus. Die tagebaunahen Seen in der Lausitz verlieren Wasser. Jetzt soll das Bergbauunternehmen Leag bei der Rettung der Gewässer nahe Jänschwalde helfen. Strittig ist noch, wer das bezahlt. Simone Wendler

Das Bergbauunternehmen Leag wird bis Ende März einer Arbeitsgruppe unter Leitung des Umweltministeriums Vorschläge unterbreiten, wie Seen nördlich des Tagebaus Jänschwalde (Spree-Neiße) zusätzliches Wasser bekommen könnten. Das bestätigten auf Nachfrage Ministerium und Unternehmen.

Die Arbeitsgruppe war im Januar gegründet worden. Ihr gehören wichtige Fachämter wie das Landesbergamt und das Landesumweltamt an. Hintergrund ist ein seit Jahren messbarer Wasserverlust in Seen, die nördlich des Tagebaus Jänschwalde liegen, bisher jedoch noch nicht vom Grundwasser-Absenkungstrichter der Grube erfasst waren.

Nach Auskunft des Umweltministeriums hat die Leag eine Verantwortung für die bisherigen Wasserverluste zurückgewiesen, jedoch eingeräumt, dass demnächst ein Tagebaueinfluss auf die Gewässer zu erwarten sei. Deshalb sei das Unternehmen nun bereit, so die zuständige Referatsleiterin im Umweltministerium, Ute Schreiber, Vorschläge für zusätzliche Wassereinleitung vorzulegen.

Leag-Sprecher Thoralf Schirmer machte auf Nachfrage keine Angaben dazu, wie viel der anfallenden Kosten der nötigen Hilfen für die Seen von der Leag übernommen werden. Im Umweltministerium geht man indes davon aus, dass die Leag durch ihre Mitverantwortung für die Situation Maßnahmen finanziert. Noch nicht endgültig festgelegt sei auch der Wasserstand, auf dem die Seen stabilisiert werden sollen. Im Gespräch sind die Pegel von 2010.