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| 15:58 Uhr

Über dem Bundesdurchschnitt
Brandenburgs Wirtschaft legt kräftig zu

Noch ganz neu im Amt kann Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (parteilos) schon eine Erfolgsmeldung verkünden: Das Land ist beim Wirtschaftswachstum in Deutschland ganz vorn mit dabei.
Noch ganz neu im Amt kann Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (parteilos) schon eine Erfolgsmeldung verkünden: Das Land ist beim Wirtschaftswachstum in Deutschland ganz vorn mit dabei. FOTO: dpa / Christoph Soeder
Potsdam. In den vergangenen Jahren ist Brandenburgs Wirtschaft zwar gewachsen, aber unter dem Bundesdurchschnitt geblieben. Jetzt landet Brandenburg mit Berlin gleichauf ganz weit vorne.

Die Wirtschaft in Brandenburg ist im ersten Halbjahr dieses Jahres deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt im Land kletterte preisbereinigt um 2,3 Prozent, bundesweit waren es dagegen nur 1,9 Prozent, wie der Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder am Montag mitteilte.

Im Ländervergleich landete Brandenburg damit gemeinsam mit Berlin auf dem dritten Platz. Besser schnitten Rheinland-Pfalz mit 3,3 Prozent und Bayern mit 2,8 Prozent ab. Das geringste Wirtschaftswachstum hatte das Saarland mit 0,7 Prozent. Die fünf neuen Bundesländer zusammen blieben mit 1,7 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

In den Jahren 2015 bis 2017 war das Wachstum in Brandenburg dagegen jeweils unter dem Bundesdurchschnitt geblieben – und hatte auch einen großen Abstand zu Berlin. So weist die aktuelle Statistik für 2015 und 2016 jeweils 1,2 Prozent Wachstum aus, 2017 waren es 1,4 Prozent. Damit lag Brandenburg jeweils 0,5 bis 0,8 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt.

„Das ist eine gute Nachricht“, erklärte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (parteilos) zu den neuen Berechnungen. „Die erfreuliche Halbjahresbilanz dokumentiert in erster Linie die guten Leistungen unserer märkischen Unternehmen und ihrer Beschäftigten. Sie belegt aber auch, dass die Landesregierung mit ihrer wirtschaftspolitischen Strategie den richtigen Weg eingeschlagen hat.“

Der Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, Christian Amsinck, sagte: „Brandenburg hat die Chance, nach drei Jahren endlich wieder besser abzuschneiden als der Durchschnitt der Bundesländer. Vor allem das Wachstum der industriellen Basis macht Mut. Neue Arbeitsplätze in diesem Bereich sind besonders wichtig für die Steigerung des Wohlstands. Hier hat das Land gute Perspektiven.“

Das Bruttoinlandsprodukt erfasst den Wert aller in einer Region produzierten Waren und angebotenen Dienstleistungen. Es ist damit die zentrale Größe für die Beurteilung der Wirtschaftslage. Im Vergleich verschiedener Zeiträume wird die Inflation in der Regel herausgerechnet, um ein besseres Bild der Konjunktur zu bekommen.

(dpa/uf)