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"Brandenburgs Straßen werden immer schlechter"

Potsdam. (dpa/uf) Autofahrer in Brandenburg müssen nach Einschätzung des Bauindustrieverbandes zunehmend mit Schlaglöchern leben. Für die Landesstraßen stünden jährlich 40 Millionen Euro bereit, für die Sanierung von Schäden sei aber das doppelte notwendig, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes in Berlin-Brandenburg, Axel Wunschel, in Potsdam.

Derzeit sorge das Winterwetter mit dem Wechsel zwischen Tauen und Gefrieren für zusätzliche Schlaglöcher. Das könne zum Bruch von Achsen führen und sei vor allem für Zweiradfahrer sehr gefährlich. Nach Einschätzung des Verbandes wird auch auf den Autobahnen in Brandenburg zu wenig investiert. Neben Winterschäden und normaler Abnutzung mache hier außerdem der Betonkrebs zu schaffen. Dabei dringt Wasser in die Fahrbahn ein und macht sie brüchig. Bei den Straßen in der Obhut der Gemeinden sei die Situation je nach finanzieller Lage der Kommunen sehr unterschiedlich.

Das Infrastrukturministerium betonte, in diesem Jahr stünden für Straßenbauprojekte rund 450 Millionen Euro zur Verfügung. Enthalten sind darin neben Landesstraßen auch Bundesstraßen und Autobahnen sowie Neubauten.