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Brandenburgs Legebetriebe sauber

Eine Eierpappe wird auf einem Tisch von einem Lichtpanel angeleuchtet. Foto: Lino Mirgeler
Eine Eierpappe wird auf einem Tisch von einem Lichtpanel angeleuchtet. Foto: Lino Mirgeler
Potsdam/Dresden. Eier aus Brandenburger Legebetrieben sind nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums in Potsdam nicht mit dem Insektengift Fipronil belastet. Es lägen keine Hinweise vor, dass der in der Nutztierhaltung unerlaubte Wirkstoff Fipronil verwendet wurde, sagte Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig (Linke) am Freitag. dpa/sm

Unter anderem sei bei 40 Proben der Firma Landkost Ei in Bestensee (Dahme-Spreewald) keine Belastung festgestellt worden. In Brandenburg erzeugte Eier seien an der Printnummer X-DE-12XXXX zu erkennen.

Fipronil wird in Ställen zur Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt. Mit dem Insektizid verseuchte Eier waren auch in Brandenburg nachgewiesen worden. Sie wurden nach Behördenangaben aber nur an ein Großlager geliefert und nicht flächendeckend im Land verteilt. Eine eigene Warnung habe Brandenburg daher nicht aussprechen müssen, erklärte der Minister.

In fast allen Bundesländern sind inzwischen mit Fipronil belastete Eier oder daraus erzeugte Produkte gefunden worden. Lediglich aus dem Saarland und aus Sachsen wurde bis zum Freitagnachmittag noch kein gesicherter Nachweis gemeldet. Nach Angaben des niedersächsischen Agrarministers Christian Meyer (Grüne) wurden weit mehr belastete Eier in Deutschland verkauft als bislang bekannt: nicht drei, sondern zehn Millionen, wie Meyer sagte.

Derzeit werde geprüft, ob auch von Hühnerfleisch eine Gesundheitsgefahr ausgehe. Zudem würden eihaltige Produkte untersucht. Fachleute sehen momentan allerdings keine großen Gesundheitsrisiken beim Verzehr belasteter Eier. Viele Supermärkte haben die Eier dennoch aus den Regalen genommen.