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| 18:57 Uhr

Bevölkerungsprognose
Landesregierung sieht sich in ihrer Politik bestätigt

Potsdam. Brandenburgs Landesregierung sieht sich durch die jüngste Bevölkerungsprognose in ihrer Politik bestätigt. Von Benjamin Lassiwe

(iwe) Brandenburgs rot-rote Landesregierung will angesichts der jüngsten Bevölkerungsprognose für das Land weiterhin auf eine kinderfreundliche Politik setzen und den regionalen und sozialen Zusammenhalt stärken. Das kündigte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Martin Gorholt (SPD), am Dienstag in Potsdam an. Anlass war eine Kabinettsssitzung, die sich speziell mit der demographischen Entwicklung im Land befasste.

Dabei erläuterte der Vorstand des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, Jörg Fidorra, die Bevölkerungsvorausberechnung. Sie geht davon aus, dass sich das seit 2014 durch Zuzügler, Flüchtlinge und eine höhere Geburtenrate bestehende leichte Bevölkerungswachstum vorerst fortsetzen werde. Gorholt: „Alle Ämter und alle amtsfreien Gemeinden haben Zuwächse erzielt.“

Nach 2020 erhöht sich jedoch das Geburtendefizit, langfristig sind  niedrigere Zuwanderungsgewinne zu erwarten. Während es im Berliner Umland immer enger wird, werde die Bevölkerung in den berlinferneren Regionen weiter schrumpfen. Bis 2030 werde aber kein Landkreis eine negative Bilanz aufweisen.

„Wir müssen den Zusammenhalt weiter stärken, damit keine Region zurückbleibt“, sagte Gorholt. Deswegen setze sich die Landesregierung etwa für eine Stärkung des schienengebundenen Verkehrs ein. Zudem sollten die ländlichen Räume künftig mehr Finanzmittel erhalten. Zudem erfordere der steigende Anteil älterer Menschen mehr Engagement für Sicherung der gesundheitlichen Versorgung. Dies geschehe durch Investitionen in die Krankenhäuser, neue Formen der Zusammenarbeit von Kliniken und niedergelassenen Ärzten, die Stärkung der Medizinerausbildung und die geplante Einführung eines Landärztestipendiums.“

Ein Thema wird auch durch die positive Entwicklung bei den Bevölkerungszahlen nicht vom Tisch sein: Die Fusion von Gemeinden werde in manchen Regionen des Landes auch weiter nötig sein.