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| 19:43 Uhr

Brandenburg
Für Brandenburgs Wirtschaft in den Wahlkampf

 Hans-Peter Goetz steht vor der "Wähl-Bar", der Wahlkampfzentrale der FDP in Potsdam.
Hans-Peter Goetz steht vor der "Wähl-Bar", der Wahlkampfzentrale der FDP in Potsdam. FOTO: dpa / Ralf Hirschberger
Potsdam. Die Liberalen stellen ihre Kampagne zur Landtagswahl vor. Umfragen sehen die FDP bei fünf Prozent, Einzug ins Parlament möglich. Von Benjamin Lassiwe

„Früher war alles besser“ stand in weißer Schrift auf dem schwarzen Großplakat vor dem Brandenburger Landtag. Dazu: „Die kriegen nichts hin!“ und „Das entscheidet eh Berlin“. Dann kam Hans-Peter Goetz, der Spitzenkandidat der FDP bei den Landtagswahlen, und riss das Plakat von der Plakatwand ab. Da­runter erschien ein Wahlplakat der FDP. „Jetzt wieder verfügbar: Optimismus“, stand darauf.

Mit großer Theatralik stellten die derzeit nicht im Landtag vertretenen Liberalen am Dienstag ihre Wahlkampagne vor, doch für den liberalen Optimismus gibt es durchaus Gründe: Die Umfragen der vergangenen Monate sehen die FDP stabil bei fünf Prozent. Dass es nach den Wahlen am 1. September wieder eine liberale Landtagsfraktion geben könnte, ist im Bereich des Möglichen. „Wir hatten noch nie so stabile, so gute Umfragen“, sagte die Generalsekretärin der Bundes-FDP, die Potsdamerin Linda Teuteberg. Und Spitzenkandidat Hans-Peter Goetz kann sich sogar eine Regierungsbeteiligung vorstellen: „Es gibt derzeit mehrere Parteien, die bei 20 Prozent liegen“, sagte Goetz gestern in Potsdam. „Wenn sich zwei von denen zusammenfinden und wir dann mit sieben oder acht Prozent kämen, wäre manches denkbar.“ Nur einer Koalition mit der rechtspopulistischen AfD erteilte Goetz eine klare Absage: „Das kommt für uns nicht infrage.“

 Logo Wahlen 2019
Logo Wahlen 2019 FOTO: LR / Janetzko, Katrin

Inhaltlich setzen die Liberalen im Wahlkampf auf das Kernthema Wirtschaft. „Wirtschaft bekommt wieder einen Partner“, heißt einer ihrer Slogans, ein anderer: „Machen wir Funkloch zum Fremdwort.“ Es sei nötig, dass es in Brandenburg mehr Respekt für Feuerwehrleute und Polizisten gebe – ein ebensolcher Respekt müsse aber auch für Landwirte und Unternehmer gelten. „Denn sie halten die Wirtschaft am Laufen“, sagte Goetz. Doch in Brandenburg fehle eine Gründerkultur, und die Wirtschaft ächze unter der Bürokratie. Dem wollen die Liberalen entgegentreten. Denn grundlegend für die Partei seien „der Optimismus und der Glaube an die Kraft des Einzelnen.“