ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:58 Uhr

Neuer CDU-Generalsekretär
Brandenburgs CDU-Chef Senftleben kritisiert Wahl von Ziemiak

Annegret Kramp-Karrenbauer, neue Bundesvorsitzende der CDU, sitzt neben dem neugewählten Generalsekretär Paul Ziemiak, beim CDU-Bundesparteitag am 8. Dezember 2018 in Hamburg.
Annegret Kramp-Karrenbauer, neue Bundesvorsitzende der CDU, sitzt neben dem neugewählten Generalsekretär Paul Ziemiak, beim CDU-Bundesparteitag am 8. Dezember 2018 in Hamburg. FOTO: dpa / Kay Nietfeld
Hamburg. Die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat den bisherigen Vorsitzenden der Jungen Union, Paul Ziemiak, zum Generalsekretär der Christdemokraten vorgeschlagen. Nach der Wahl Ziemiaks äußert sich Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben kritisch. Von Ellen Hasenkamp

Die Entscheidung der neuen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer für Paul Ziemiak als Generalsekretär stößt in der Brandenburger CDU auf Kritik. „Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mir einen Generalsekretär aus dem Osten gewünscht hätte“, sagte der Landesparteichef Ingo Senftleben unserer Zeitung.

Senftleben verwies unter anderem auf die 2019 bevorstehenden Landtagswahlen in mehreren ostdeutschen Bundesländern, „von denen für die CDU viel abhängt“. Er fügte hinzu: „Unsere neue Vorsitzende hat gestern angekündigt, dass sie sich ganz besonders um den Osten bemühen wird. Ich erwarte daher, dass sie und der neue Generalsekretär, Paul Ziemiak, uns mit allen Kräften unterstützen werden."

Der bisherige Chef der CDU-Nachwuchsorganisation Paul Ziemiak war am Samstagmorgen von Kramp-Karrenbauer als neuer Generalsekretär vorgeschlagen worden.

Ingo Senftleben, Landesvorsitzender der CDU Brandenburg
Ingo Senftleben, Landesvorsitzender der CDU Brandenburg FOTO: dpa / Ralf Hirschberger

Er wurde anschließend vom Parteitag gewählt, erhielt aber mit knapp 63 Prozent ein schwaches Ergebnis. Nach dem Rückzug von Angela Merkel ist in der engsten Parteiführung – Vorsitzende, Generalsekretär und fünf Vize-Parteichefs – kein Ostdeutscher vertreten.