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Brandenburgs Anti-Terror-Einheit nimmt Arbeit auf

In Eberswalde nimmt ab heute eine 20-köpfige Anti-Terror-Einheit ihre Arbeit auf.
In Eberswalde nimmt ab heute eine 20-köpfige Anti-Terror-Einheit ihre Arbeit auf. FOTO: Hendrik Schmidt (dpa-Zentralbild)
Eberswalde. Heute nimmt das neue Anti-Terror-Dezernat im Landeskriminalamt in Eberswalde seine Arbeit auf. Hauptaufgabe: Hinweisen zu mutmaßlichen islamistischen Extremisten nachgehen und Anschläge in Brandenburg verhindern. dpa/rdh

20 Mitarbeiter sollen für das neue Anti-Terror-Dezernat in Eberswalde in Zukunft arbeiten. Größte Herausforderung werde die Verhinderung eines Anschlags in Brandenburg sein. Hauptsitz des neuen Teams wird das LKA in Eberswalde sein, allerdings werden künftig auch in Cottbus und Potsdam Ermittler sitzen.

Als "abstrakt hoch" wird laut Sicherheitsbehörden die Terrorgefahr in Brandenburg eingeschätzt. Das Land gilt als Rückzugsort für islamistische Extremisten. Rund 80 beobachtet der Verfassungsschutz, mehr als 50 von ihnen gelten als gewaltbereit. Über 600 Hinweise sind bereits seit Anfang des letzten Jahres beim LKA in Eberswalde eingegangen: Sie kamen aus Flüchtlingsunterkünften, aus der Bevölkerung oder anderen Behörden.

Neben dem neuen Anti-Terror-Dezernat werden das Spezialeinsatzkommando der Polizei mit einer neuen Ausrüstung, der Kurzversion des Sturmgewehrs G36, Titan-Schutzhelmen und neuen Schutzwesten ausgestattet.