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| 12:20 Uhr

Chemnitzer Randale
Brandenburgs AfD-Chef ruft zu Teilnahme an Kundgebung auf

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Andreas Kalbitz bei einem Auftritt im Cottbuser Landtag.
Der AfD-Fraktionsvorsitzende Andreas Kalbitz bei einem Auftritt im Cottbuser Landtag. FOTO: ZB / Bernd Settnik
Potsdam/Chemnitz. Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz unterstützt eine Demonstration seiner Partei und des ausländerfeindlichen Bündnisses Pegida in Chemnitz. „Bitte erscheinen Sie zahlreich. Es geht um das Gedenken an die Toten“, heißt es in dem Aufruf, den auch die AfD-Landesvorsitzenden von Thüringen, Björn Höcke, und Sachsen, Jörn Urban, unterzeichnet haben.

Die Kundgebung ist für Samstag als Schweigemarsch geplant. Ein Parteisrecher erklärte, Kalbitz werde auch selbst nach Chemnitz reisen. In dem Aufruf der AfD heißt es weiter, man wolle um „alle Toten der Zwangsmultikulturalisierung Deutschlands“ trauern.

In der sächsischen Stadt war am Samstag ein 35 Jahre alter Deutscher am Rande eines Stadtfestes erstochen worden. Ein Iraker und ein Syrer sitzen wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Totschlags in Untersuchungshaft. Bereits am Sonntag hatten Rechtsextremisten die Tat instrumentalisiert und waren durch die Stadt gezogen. Dabei kam es zu Übergriffen auf ausländische Passanten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, es gebe in einem Rechtsstaat keinen Platz für Hetzjagden auf Ausländer.

(dpa/uf)