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| 14:46 Uhr

Brandenburger Unternehmen wollen in China Kontakte knüpfen

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will in China neue Chancen für märkische mittelständische Unternehmen ausloten. Am Freitag reist Woidke mit 40 Unternehmern aus 28 Firmen nach China. Besucht werden die Industriemetropole Shanghai sowie die Provinz Hebei.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will in China neue Chancen für märkische mittelständische Unternehmen ausloten. Am Freitag reist Woidke mit 40 Unternehmern aus 28 Firmen nach China. Besucht werden die Industriemetropole Shanghai sowie die Provinz Hebei. FOTO: Ralf Hirschberger (dpa-Zentralbild)
Potsdam. Knapp 240 märkische Unternehmen führen bereits Handel mit China. Es sollen mehr werden. Dafür wird in dem Land ab Freitag die Werbetrommel gerührt. dpa

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will in China die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern ausbauen. „Die Reise soll als Türöffner gegenseitige Kontakte weiter fördern“, sagte er. Am Freitag reist Woidke zu einem siebentägigen Besuch mit 40 Unternehmern aus 28 Firmen nach China. Bereits viermal waren Brandenburger Ministerpräsidenten in dem Land, zuletzt 2005.

Geplant sind Gespräche mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Themen sind die Gebiete Erneuerbare Energien und Umweltwirtschaft sowie Wissenschaft und Forschung. Ziel sind die Industriemetropole Shanghai sowie die Provinz Hebei mit etwa 75 Millionen Einwohnern.

Brandenburg könne als Vorreiter beim Ausbau der Erneuerbaren Energien, aber auch in der Wasserwirtschaft mit Erfahrungen punkten, sagte Woidke.

So sind die Wildauer Energie-Unternehmen McPhy und Encon-Europe am Bau eines Hybridkraftwerkes zur Speicherung von Windenergie in Hebei beteiligt. Der Vertrag über die erste Ausbaustufe im Umfang von sechs Millionen Euro werde unterzeichnet, sagte Geschäftsführer Werner Diwald. Weltweit das erste mit dieser Technologie gibt es nach Firmenangaben in der Uckermark.

Edmund Ahlers, Geschäftsführer der AneCom AeroTest aus Wildau, erwartet weitere Kunden im Flugzeugbau und der Gasturbinenindustrie. „20 bis 25 Prozent unserer Geschäfte machen wir bereits mit China“, sagte er. Angst davor, dass Technologien in China kopiert werden, habe er nicht. „Ich bin relativ entspannt, das System ist zu kompliziert“, sagte er.

Märkische Betriebe exportierten 2014 Waren im Gesamtwert von 237 Millionen Euro nach China, 18 Millionen Euro mehr als 2013.