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| 19:51 Uhr

Erhebung von Check24
Brandenburger und Sachsen sind große Verkehrssünder

Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg. Laut einer Datenerhebung von Check24 gehören Sachsen und Brandenburger im Ländervergleich zu den größten Verkehrssündern.
Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg. Laut einer Datenerhebung von Check24 gehören Sachsen und Brandenburger im Ländervergleich zu den größten Verkehrssündern. FOTO: Kraftfahrt-Bundesamt / PR
München. Die Brandenburger und Sachsen gehören im Ländervergleich zu den vier größten Verkehrssündern. Das geht aus einer Datenerhebung von Check24 hervor. Grundlage sind die mehr als eine Million privaten Kfz-Versicherungen, die zwischen Juli 2017 und Juni 2018 über das Vergleichsportal abgeschlossen wurden.

Angeführt wird die Liste der Punktsünder von den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen. Mecklenburg-Vorpommern steht mit einem Anteil von fast 7,1 Prozent ganz oben, gefolgt von Nordrhein-Westfalen. 6,8 Prozent der Landesbewohner haben demnach bereits Punkte wegen ihres Verhaltens im Straßenverkehr bekommen. Danach kommen die Sachsen mit 6,6 Prozent. Den sündigen Platz vier teilen sich Brandenburg und Niedersachsen (je 6,5 Prozent).

Die bravsten Fahrer mit den wenigsten Einträgen sind laut der Datenerhebung im Ländervergleich die Berliner (4,6 Prozent). Möglicher Grund: Berliner fahren laut Check24 im Jahr rund 3500 Kilometer weniger mit ihrem Pkw als die Mecklenburg-Vorpommeraner und haben dadurch auch ein geringeres Risiko Punkte zu bekommen. Es könnte aber auch sein, dass die Berliner nicht ganz ehrlich sind: Die Angabe der Punkteinträge beim Abschluss einer Kfz-Versicherung ist freiwillig.

Dabei bringt das Angeben der Punkte nur selten eine Nachteil, wenn es um die Versicherung fürs Auto geht: „Nur wenige Versicherer erhöhen aufgrund von Punkten den Versicherungsbeitrag“, sagt Tobias Stuber, Geschäftsführer vom Bereich Kfz-Versicherung bei Check24. „Bei allen anderen Versicherungen haben die Punkte keinen Einfluss. Verbraucher sollten aber in jedem Fall wahrheitsgemäße Angaben machen.“

Beim Blick auf Deutschlands 50 größte Städte, was Verkehrssünden beträgt, fallen Rostocker und Leipziger besonders negativ auf. Neun Prozent der Pkw-Halter in Rostock haben nach eigenen Angaben einen Eintrag im Fahreignungsregister des Kraftfahrtbundesamtes (KBA). In Leipzig sind es 8,5 Prozent. Die Berliner haben auch im Städtevergleich die wenigsten Punkte. Ihr Anteil liegt demnach bei 4,6 Prozent. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt liegt bei 6,2 Prozent. Das heißt rund fünf Millionen Bundesbürger haben Punkte-Einträge beim KBA in Flensburg.

(red/lsc)