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| 10:22 Uhr

Acht Planwagen, sechs Länder
Brandenburger „Titanen on Tour“ haben Russland erreicht

Die „Titanen on Tour“ haben Russland erreicht. Hier bei der Abfertigung an der Grenze zu Russland. Am 18. Juli ist der Pferdetreck in Brück bei Brandenburg (Havel) gestartet.
Die „Titanen on Tour“ haben Russland erreicht. Hier bei der Abfertigung an der Grenze zu Russland. Am 18. Juli ist der Pferdetreck in Brück bei Brandenburg (Havel) gestartet. FOTO: PR
Brück/Kaliningrad. Viele waren gekommen, um die Pferdewagen aus Brück im Fläming an der Grenze zu empfangen. Am 18. Juli hatten sich die Brandenburger auf den Weg Richtung Weliki Nowgorod in der Nähe von Sankt Petersburg gemacht. Ziel der Aktion ist es, ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung zu setzen.

Dass sich von Brück im Fläming aus einige Planwagen im Auftrag des Friedens auf den Weg nach Russland gemacht haben, hat sich herumgesprochen. Das habe der Empfang am polnisch-russischen Grenzübergang gezeigt, den sich die Kutscher und Begleiter der Friedenstour nicht besser hätten vorstellen können, informiert der Kaltblut Zucht- und Sportvereins Brück e.V. am Samstag in einer Pressemitteilung. Auch die örtliche Presse und das Fernsehen waren da, um zu berichten.

So informiert Thomas Haseloff überglücklich, dass das Geschehen an der Grenze zu Russland reibungslos ablief. Mit der Abfertigung in nur insgesamt vier Stunden an beiden Grenzen hatte niemand gerechnet. Die Titanen wurden hier bereits erwartet und die Russen bemühten sich, alles schnell zu erledigen.

„Sicherlich haben wir das zu großen Teilen Petra Thiem vom Veterinäramt zu verdanken, die sehr engagiert mit den ausländischen Behörden in Kommunikation stand, um einen reibungslosen Ablauf, insbesondere an den Grenzen, zu gewährleisten" , so der Vorsitzende des Kaltblut Zucht- und Sportvereins Brück, Thomas Haseloff. Den Pferden geht es gut, bestätigen Veterinäre vor Ort.

Dennoch galt es auch einige Unwägbarkeiten zu überwinden: Zuvor mussten 20 Pferde einige Wochen in Quarantäne verbringen, um nun nach Russland einreisen zu dürfen. „Wir mussten die Tiere mit einem ungeheuren Aufwand als Sportpferde deklarieren, damit das überhaupt klappt“, sagt Haseloff. Auch große Teile des eigenen Materials wurden nicht über die Grenze gelassen. Stattdessen stellten die Russen den Brandenburgern nun ein Stallzelt zur Unterbringung der Pferde zur Verfügung.

Schwierigkeiten haben die Organisatoren auch noch mit der Finanzierung der rund 400 000 Euro teuren Aktion. Bislang nämlich habe man erst Sponsorenzusagen über 280 000 Euro erhalten, darunter auch 67 000 Euro aus dem Etat für das „Europäische Kulturerbejahr 2018“, der von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) verwaltet wird. Und das Land Brandenburg hat sich mit Lottomitteln an der Förderung der Aktion beteiligt. Damit könnte man die Aktion theoretisch finanzieren, es reiche aber noch nicht, sagt Haseloff. „Im Moment müssen wir noch jeden Euro, jeden Zloty und jeden Rubel drei Mal umdrehen.“ Weitere Spenden für die Aktion zur Völkerverständigung seien daher höchst willkommen.

Mit Stand 18. August, haben die Titanen bereits 930 Kilometer zurückgelegt, weitere 1250 Kilometer liegen vor ihnen, bis sie das russische Weliki Nowgorod erreichen.

Verfolgt werden können die Stationen der Titanen on Tour unter

www.titanen-on-tour.eu und bei Facebook.

(red/lsc)