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| 15:07 Uhr

Tagung
Brandenburger Storchenpaare bekommen zu wenig Nachwuchs

1,54 Jungstörchen pro Horstpaar sind zu wenig.
1,54 Jungstörchen pro Horstpaar sind zu wenig. FOTO: Armin Weigel / dpa
Potsdam. Die Störche in Brandenburg bekommen seit Jahren zu wenig Nachwuchs, um langfristig den Bestand zu halten. Im vergangenen Jahr hatten die rund 1200 Horstpaare im Land nur 1961 flügge Junge, wie der Prignitzer Storchenbetreuer Falk Schulz am Samstag auf dem 6. Weißstorchtag in Potsdam berichtete.

Dies entspreche einem Durchschnittswert von 1,54 Jungstörchen pro Horstpaar. „Um langfristig die Population zu erhalten, wäre ein Durchschnittswert von mindestens 2,0 Jungtieren erforderlich“, mahnte Schulz. Dieser Wert sei zuletzt im Jahr 2011 erreicht worden.

Vergangenes Jahr hatten nur 852 Horstpaare Nachwuchs großgezogen, im Vorjahr waren es noch knapp 900 Paare gewesen. Ursachen seien im vergangenen Jahr neben dem schwindenden Nahrungsangebot für Störche das regenreiche Wetter gewesen, teilte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) als Veranstalter des Storchentags mit. Insbesondere die Gewitter mit Starkregen und Sturm im Sommer hätten unter den Jungtieren hohe Verluste gefordert.

Zudem seien viele Störche vergangenes Jahr erst spät von Mitte April bis Mitte mai in Brandenburg eingetroffen, berichtete der Nabu. Danach hätten viele Storchenpaare gar nicht mehr mit der Brut begonnen.

(dpa)