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| 19:31 Uhr

Kultur
Brandenburger Sommerkonzerte erstmals auch in Schwarze Pumpe

Potsdam. Am 10. Juni geht die Veranstaltungsreihe in ihre 18. Saion: mit 33 Konzerten an 28 Orten. Mit Russland gibt es zum ersten Mal ein offizielles Partnerland. Von Benjamin Lassiwe

Zu Anfang gibt es meistens eine Kaffeetafel mit hausgemachtem Kuchen. Dann folgen eine Führung durch eine Dorfkirche oder einen historischen Ort, eine Dampferfahrt auf einem See oder eine Kahnpartie im Spreewald. Und am Abend gibt es dann ein klassisches Konzert – mit Kammermusikern, einem Chor oder einem ganzen Philharmonischen Orchester.

Am 10. Juni gehen die „Brandenburgischen Sommerkonzerte“ in ihre 18. Saison: Bis zum 9. September finden an insgesamt 28 Orten in ganz Brandenburg 33 Konzerte statt.

So lädt etwa die Leag die meist Berliner Konzertgäste am 24. Juni zu einem Auftritt des Deutschen Filmorchesters Babelsberg in die Instandsetzungshalle des Kraftwerks „Schwarze Pumpe“ ein. Und zuvor gibt es eine Möglichkeit, das Kraftwerk zu besichtigen.

In Wittenberge findet am Brandenburg-Tag ein Bläserkonzert in der Stadtkirche statt, und in Prenzlau wird das Ferenc Snetberger Trio in der Nikolaikirche gastieren.

Auch in der Lausitz, in Burg, Herzberg, Stechau, Schlieben, Luckau und Lübbenau, stehen dieses Jahr Konzerte im Programm der Veranstaltungsreihe. In Stechau zum Beispiel treten die Prager Symphoniker und der Prague Choir im Schloss­park auf, bevor der Abend von einem großen Höhenfeuerwerk gekrönt wird.

Neu ist in diesem Jahr freilich auch, dass die Sommerkonzerte ein offizielles Partnerland haben: Russland. Was angesichts der politischen Lage durchaus zu Implikationen führen kann.

„Es ist ein Statement“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Brandenburgischen Sommerkonzerte, Heilwalt Georg Kröner, bei der Programmvorstellung in der Landesvertretung in Berlin. Trotz „aller Problemsituationen, die man in den Medien nachlesen kann“, sei Russland ein „befreundetes Land“.

Im Programm des Festivals findet sich ein Konzert, das auf Einladung des russischen Botschafters in der russischen Botschaft stattfindet. Zudem gibt es einen Vortrag des ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten und heutigen Russland-Lobbyisteniere Matthias Platzeck (SPD) zum Thema „Deutschland – Russland- Europa: Brauchen wir einander?“

Und im ehemaligen russischen Haus der Offiziere in Wünsdorf führt der Pianist Boris Spasski Werke von Peter Tschaikowski und Sergej Prokofjew auf. Eine finanzielle Unterstützung der Konzertreihe durch Sponsoren aus Russland gebe es aber nicht, so Kröner.