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| 13:12 Uhr

Potsdam
Vorbild Niederlande: Brandenburger Landtag will „Kulturort des Jahres“

Potsdam. In Brandenburg soll es künftig alle zwei Jahre einen „Kulturort des Jahres“ geben. Das forderte der Potsdamer Landtag am Mittwochabend auf gemeinsamen Antrag von CDU, SPD, Grünen und Linkspartei.

Vorbild dafür sind die Niederlande: Dort besuchte der Kulturausschuss des Landtags in diesem Jahr die Stadt Leeuwarden, die im westlichen Nachbarland Kulturstadt des Jahres gewesen ist. Der Templiner CDU-Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann regte nach der Reise an, dieses Konzept auch für Brandenburg zu übernehmen.

Die Vorsitzende des Kulturausschusses, die Abgeordnete Marie-Luise von Halem, berichtete, Leeuwarden leide unter struktureller Armut und liege eher am Rande des Landes. „Vor zehn Jahren hat es in Leeuwarden noch den Leeu­warden-Blues gegeben“, habe der stellvertretende Bürgermeister von Leeuwarden der Delegation auf der Reise erklärt. „Heute ist man stolz darauf, in einer schönen Stadt zu leben. Was die Region Friesland aus ihrem Selbstverständnis gemacht hat, war faszinierend – und wir können es hier auch“, so von Halem. Wichmann erklärte, eine solche Initiative könne den Gemeinden die Möglichkeit bieten, sich überregional zu präsentieren. „Das kann zum sozialen Zusammenhalt vor Ort beitragen“, sagte Wichmann.

Allerdings dürfe so etwas nicht einfach nur mit einem Lottoscheck bezuschusst werden. Vielmehr müsse die Landesregierung dafür Geld in die Hand nehmen. „Es muss etwas sein, was über den Ort hinaus eine Anziehungskraft entwickelt.“ Der Antrag wurde mit den Stimmen aller Fraktionen zunächst in den Kulturausschuss überwiesen.