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| 13:36 Uhr

Unzureichende Qualität
Brandenburger Landtag streitet über Kita-Betreuung

Potsdam. Der Landtag in Potsdam hat am Mittwoch in einer Aktuellen Stunde über die Kita-Betreuung gestritten. Die Opposition beklagte vor allem eine unzureichende Qualität der Betreuung, die nach dem Willen der rot-roten Koalition schrittweise beitragsfrei werden soll. dpa

«In kaum einem Bundesland sind die Gruppen in den Kindertagesstätten so groß wie in Brandenburg, und die Gruppengröße ist ein entscheidender Faktor für Qualität in der Betreuung», kritisierten die Grünen, die die Aktuelle Stunde beantragt hatten.

Der CDU-Abgeordnete Gordon Hoffmann sagte, Beitragsfreiheit allein reiche nicht. «Kostenlose Bildung nutzt nur, wenn sie gut ist - und das ist sie in Brandenburg nicht», sagte Hoffmann. In Brandenburg soll von August an das letzte Kita-Jahr vor der Schule für die Eltern gebührenfrei sein.

Bildungsminister Britta Ernst (SPD) sprach von einem künstlich dargestellten Gegensatz von Qualität und Beitragsfreiheit. «Wir betreiben das zeitgleich», sagte Ernst. So werde sich ab August das Verhältnis zwischen Kindern und Betreuern im Kindergartenbereich von 11,5 auf 11,0 zu eins verbessern. Zudem sei die Kitafinanzierung nicht allein Aufgabe des Landes, vielmehr seien die Kommunen zuständig, die vom Land unterstützt würden.

Zuletzt hatte sich ein großer Kita-Betreiber beim Ministerium selbst angezeigt, weil er wegen der längeren Betreuungszeiten nicht mehr das vorgeschriebene Personal finanzieren könne. Ernst kündigte an, nach einer Reihe von Veränderungen das Kita-Gesetz grundsätzlich zu überarbeiten und die Finanzierung neu zu strukturieren. Dazu liefen bereits erste Gespräche, im Herbst sei eine Fachtagung geplant.