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| 19:01 Uhr

CDU-Antrag
Landtag lehnt Schutzjagden auf Wolf ab

Soll es Schutzjagden auf Wölfe geben? Bisher lehnt die Brandenburger Landesregierung das mehrheitlich ab.
Soll es Schutzjagden auf Wölfe geben? Bisher lehnt die Brandenburger Landesregierung das mehrheitlich ab. FOTO: dpa / Klaus-Dietmar Gabbert
Potsdam. CDU-Antrag stößt auf wenig Gegenliebe. Geplantes Wolfskonzept des Bundes soll abgewartet werden.

Brandenburgs CDU-Landtagsfraktion hat erneut die Einführung von Schutzjagden auf den Wolf, die finanzielle Unterstützung von Weidetierhaltern beim Unterhalt von Herdenschutzhunden sowie einen neuen Wolfsmanagementplan gefordert.

„Die fast täglichen Meldungen über Wolfsrisse zeigen, dass das Wolfsmanagement und die Wolfsverordnung zu einem stumpfen Papierschwert geworden sind“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski am Freitag im Landtag. „Es herrscht Frust über das Wolfsmanagement.“

Es gebe keinen einzigen Fall, in dem das Umweltamt gehandelt habe. Stattdessen hätten sich mehrere Gemeinden zur „wolfsfreien Zone“ erklärt. Dies sei ein Hilfeschrei.

Doch der CDU-Antrag wurde von den Koalitionsfraktionen abgelehnt. Der Abgeordnete Carsten Preuß (Linksfraktion), im Ehrenamt Vorsitzender des BUND-Landesverbands, forderte zudem mehr Sachlichkeit, weniger Polarisierung und Populismus im Umgang mit dem Wolf. „Auch die Schutzjagd in Schweden regelt nichts anderes als die Brandenburger Wolfsverordnung, nämlich die Entnahme einzelner Wölfe nach einer Einzelfallentscheidung“, sagte Preuß.

Hingegen sei die „Lizenzjagd“, also die Jagd auf Wölfe oberhalb eines bestimmten Schwellenwertes in Schweden ausgesetzt, seit es deswegen Ärger mit der EU gegeben habe. Auch der SPD-Abgeordnete Wolfgang Roick äußerte sich kritisch zum Antrag der CDU: Der Bund sei bis 11. November aufgefordert, ein Konzept zum Umgang mit dem Wolf aufzulegen. Bis dahin sollte man mit derartigen Programmen warten.