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| 11:30 Uhr

SEK-Brandenburg
Brandenburger Elite-Polizei erhält neuen „Survivor“-Panzer

Am Freitag wurde ein sondergeschützter Gruppenwagen "Survivor" an das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei des Landes Brandenburg übergeben.
Am Freitag wurde ein sondergeschützter Gruppenwagen "Survivor" an das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei des Landes Brandenburg übergeben. FOTO: Polizei Brandenburg
Potsdam. Neuer Multifunktions-Panzer für das Brandenburger SEK: Der „Survivor“ ist straßen- und geländetauglich, entspricht hohen Sicherheitsanforderungen und hält sogar dem Beschuss durch Kalaschnikows stand. Von Rüdiger Hofmann

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hat heute einen sondergeschützten Gruppenwagen „Survivor“ an das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei des Landes Brandenburg übergeben.

„Die Terroranschläge der vergangenen Jahre in Deutschland und Europa haben es nötig gemacht, die Ausstattung und Ausbildung der Polizei des Landes Brandenburg grundlegend zu überprüfen und anzupassen“, sagte Schröter bei der Übergabe. Das sondergeschützte Gruppenfahrzeug Survivor sei ein wesentlicher Meilenstein für die Spezialeinheiten der Polizei in der Anpassung der Ausstattung. „Im Falle eines terroristischen Anschlags ist es notwendig, den Polizisten die bestmögliche Ausrüstung zur Verfügung zu stellen, die für die Bewältigung solcher Einsatzlagen notwendig ist“, so Schröter.

Das Fahrzeug vom Typ HMV Survivor ist straßen- und geländetauglich, entspricht hohen Sicherheitsanforderungen gegen ballistische Bedrohungen und hält damit auch dem Beschuss durch Kalaschnikow stand. Es bietet zudem Schutz gegen Ansprengungen und verfügt über ein Räumschild, ein Feuerlöschsystem und eine Schutzbelüftungsanlage gegen Gase. In dem Fahrzeug findet eine Einsatzgruppe des SEK Platz. Das Gewicht des Wagens kann bis zu 15 Tonnen einnehmen, je nach Ausstattung ist er bis zu 500.000 Euro teuer.

Der Vorteil dieses sondergeschützten Gruppenfahrzeuges besteht vor allem in seiner universellen Einsetzbarkeit, auch im Gelände.

„Wir haben uns im Polizeipräsidium seit den Terroranschlägen der vergangenen Jahre in Europa äußerst intensiv mit der Bewältigung von terroristischen Bedrohungslagen und Anschlägen auseinandergesetzt. Angefangen bei der Überarbeitung und Erarbeitung von entsprechenden Handlungskonzepten über Ausstattungsfragen bis hin zur notwendigen Qualifizierung unserer Polizistinnen und Polizisten“, so Polizeivizepräsident Roger Höppner. Dabei stünden die Spezialeinheiten genauso im Fokus wie die Erstinterventionskräfte des Wach- und Wechseldienstes sowie die Bereitschaftspolizei. „Ich danke Innenminister Schröter an diesem Tage ausdrücklich für seinen Einsatz und seine Tatkraft, mit der er als Dienstherr das Polizeipräsidium auch dabei unterstützt hat. Ohne seinen Einsatz wäre das aus meiner Sicht so nicht möglich gewesen.“ Auch dem Zentraldienst der Polizei des Landes Brandenburg komme bei den Beschaffungen eine besondere Rolle in deren Umsetzung zu. „Auch dieser Einrichtung gebührt ein aufrichtiger Dank für die sehr gute Zusammenarbeit“, so Höppner.

Bis Ende 2018 will auch die Berliner Polizei aufrüsten. Geplant sind vier kugelsichere Fahrzeuge, darunter ebenfalls ein sogenannter „Survivor R“, der bis Weihnachten einsatzbereit sein soll. Der Stahlkoloss soll dann - analog zum Brandenburger Modell - vor atomaren, biologischen und chemischen Kampfstoffen schützen.