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| 09:01 Uhr

Mehr Geld und Entlastungsstunden
Brandenburg stellt Lehrer besser

Potsdam. Landesregierung will mehr Geld für die Ausbilder von Seiteneinsteigern ausgeben. Von Benjamin Lassiwe

Brandenburgs rot-rote Landesregierung will Lehrern, die mit der Ausbildung von Seiteneinsteigern befasst sind, rückwirkend zum 1. Januar jeweils 100 Euro mehr Gehalt pro Monat zahlen. Zudem soll es für jeden Seiteneinsteiger eine Entlastungsstunde an den Schulen geben. „Das Ringen um Fachkräfte wird eine zentrale Aufgabe für das Land“, sagte Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) am Dienstag in Potsdam.

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) sagte, mindestens für die nächsten sieben Jahre rechne man im Land noch mit neuen Seiteneinsteigern: Erst dann würden die Kapazitäten der Lehrerbildung an der Universität Potsdam ausreichen, um den Lehrerbedarf zu decken. „Die große Arbeit, die an den Schulen geleistet wird, um die Seiteneinsteiger zu qualifizieren, wollen wir mit der neuen Zulage honorieren“, sagte Ernst. Man habe sich für die Extrazahlungen entschieden, weil eine Honorierung durch Entlastungsstunden den Personalmangel an den Schulen am Ende ja verschärfen würde. Für die Zulage hat das Land rund 600 000 Euro pro Jahr eingeplant.

Derzeit gibt es laut Ernst 19 984 unbefristet beschäftigte Lehrkräfte in Brandenburg. Darunter befinden sich 2316 Seiteneinsteiger. Der CDU-Bildungspolitiker Gordon Hoffmann sagte auf RUNDSCHAU-Anfrage, grundsätzlich leisteten Lehrer, die Seiteneinsteiger begleiten, eine wichtige Arbeit. „Wir brauchen aber vor allem vernünftige Qualifikationsangebote, die zeitnah erfolgen müssen, damit die Seiteneinsteiger das pädagogische Prinzip nicht nur durch Fehler lernen.“