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| 19:19 Uhr

Positive Entwicklung
Brandenburg zählt wieder mehr Feuerwehrleute

 Das Land bereitet sich wieder auf einen heißen Sommer in Brandenburgs Wäldern vor.
Das Land bereitet sich wieder auf einen heißen Sommer in Brandenburgs Wäldern vor. FOTO: dpa / Julian Stähle
Potsdam. Landesregierung präsentiert den Waldbrandbericht für 2018 und erklärt die Vorbereitungen auf künftige Herausforderungen. Von Benjamin Lassiwe

Brandenburgs Freiwillige Feuerwehren haben wieder mehr Mitglieder. Ende vergangenen Jahres gab es in Brandenburg wieder 38 325 aktive Ehrenamtliche in der Feuerwehr. Das sagte Innenstaatssekretärin Katrin Lange am Freitag anlässlich der Vorstellung des Waldbrandberichts 2018 in Potsdam. Im Jahr zuvor waren lediglich 38 209 Feuerwehrleute in Brandenburg im aktiven Dienst. 2010 waren allerdings noch mehr als 45 000 Feuerwehrleute in Brandenburg im aktiven Dienst.

Gleichzeitig warten auf die Brandschützer jedoch immer größere Herausforderungen. Eine vergleichbare Lage wie im vergangenen Jahr, wo es 512 Waldbrände gab, die insgesamt 1076 Hektar Wald betrafen, hat es nach den Worten von Lange zuletzt 1983 gegeben. Und auch in diesem Jahr gab es nach Angaben des Waldbrandschutzbeauftragten Raimund Engel schon 500 Waldbrände, die meisten davon in den Landkreisen Elbe-Elster, Dahme-Spreewald und Ostprignitz-Ruppin. Lange kündigte an, dass das Land in den nächsten Jahren weiter in die Waldbrandbekämpfung investieren werde. So werde der Landesbranddirektor einen hauptamtlichen Stellvertreter erhalten: Vorgesehen für diese Position ist Michael Koch, der bisher als Referatsleiter für Brand- und Katastrophenschutz im Innenministerium arbeitet.

Vom Bambi-Bucket“ bis zum „Fire Flex Tank“

Angeschafft hat die Landesregierung zudem diverse Wasserabwurfbehälter für Hubschrauber. Die „Bambi-Buckets“ haben ein Fassungsvermögen von rund 2000 Litern Wasser. Sie werden von den Hubschraubern der Bundespolizei sowie der Bundeswehr über der Einsatzstelle entleert. Zuvor werden sie aus „Fire Flex Tanks“, die 36 000 Liter Wasser fassen können und die in der Nähe des Waldbrandes am Boden aufgestellt werden, aufgefüllt. Eine Zusammenarbeit mit einem privaten Hubschrauberbetreiber aus Neuhausen wird dagegen abgelehnt. „Diese Hubschrauber können bloß 1000 Liter hochheben“, sagte der Präsident des Landesfeuerwehrverbands, Werner-Siegwart Schippel. „Da kommt unten nichts mehr an.“ Und im Waldbrandbericht der Landesregierung werden auch Pläne zur Anschaffung von Löschflugzeugen abgelehnt: Die Logistik der Wasseraufnahme im Touch and Go-Betrieb sei in Deutschland „mangels geeigneter oder wenn vorhanden auch nicht kurzfristig für den Löschflugzeugbetrieb freiräumbaren Wasserflächen“ nicht gegeben. Dagegen bewerteten Schippel und Lange die Zusammenarbeit mit den Hubschrauberstaffeln von Bundeswehr und Bundespolizei als gut.

Weiter ausgebaut werden soll in Brandenburg auch die Ausrüstung der Feuerwehren mit geländegängigen Einsatzfahrzeugen des Typs „Brandenburg“ sowie mit Drohnen zur Lageerkundung. „Auch in den kommenden Jahren werden für die Stützpunktfeuerwehren weitere Gelder bereitgestellt“, kündigte Lange an. „Mit der neuen Richtlinie wollen wir auch noch modernere, neue Technik fördern.“ Zudem soll es eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst geben. Und bereits ab August soll es an einem zweiten Standort der Landesfeuerwehrschule in Wünsdorf eine erweiterte Ausbildung für den Umgang mit Waldbränden geben.