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| 10:14 Uhr

Erholung pur
Brandenburg vor neuem Tourismus-Rekord

 Vielleicht klappt’s ja nach dem Jahrhundertsommer noch mit dem Schnee im Spreewald.
Vielleicht klappt’s ja nach dem Jahrhundertsommer noch mit dem Schnee im Spreewald. FOTO: Großer Spreewaldhafen Lübbenau / Norbert Finck
Potsdam. Die Hitze im Sommer hat dem Tourismus in Brandenburg nicht geschadet - eher im Gegenteil. 2018 dürfte als Rekordjahr zu Ende gehen.

Das Land Brandenburg steuert im ablaufenden Jahr auf einen weiteren Tourismusrekord zu. Nach der Entwicklung in den ersten zehn Monaten 2018 könnte die Gesamtzahl der Übernachtungen 2018 erstmals bei etwa 13,5 Millionen liegen - mehr als drei Prozent über dem Wert von 2017.

„Brandenburg wird als Reiseziel immer attraktiver – dank moderner Infrastruktur, guter touristischer Angebote und harter Arbeit aller Akteure“, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD), der auch für den Tourismus zuständig ist. «Besonders mit seinem Wasserreichtum konnte Brandenburg punkten», sagte Steinbach.

Nach den Monatserhebungen des Statistischen Bundesamtes wurden bis Ende Oktober bereits 12 Millionen Übernachtungen gezählt, das sind 3,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden 2017 rund 13,1 Millionen Übernachtungen registriert.

Besonders hohe Zuwächse gab es in den ersten zehn Monaten 2018 im Havelland mit 9,3 Prozent, in Potsdam mit 8,2 Prozent und im Spreewald mit 6,0 Prozent. Das Ruppiner Seenland verzeichnete dagegen einen Rückgang von 1,5 Prozent, das Elbe-Elster-Land ein Minus von 1,9 Prozent.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums umfasst die Branche im Land heute über mehr als 10 000 Betriebe. Die überwiegend kleinen Unternehmen kämen zusammen auf einen Jahresumsatz von 4,3 Milliarden Euro. „Diese Zahlen verdeutlichen die Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Tourismus vor allem in der Fläche des Landes“, sagte Steinbach.

In einem Interview mit dem Portal tourismusnetzwerk-brandenburg.de, das von der landeseigenen Tourismusmarketinggesellschaft betrieben wird, hatte Steinbach kürzlich aber auch davor gewarnt, dass der Tourismus keine Industriearbeitsplätze in der Lausitz eins zu eins ersetzen könne. „Gleichwohl hat der Tourismus auch für die Lausitz wichtige Funktionen. Zum einen schafft er neue Arbeitsplätze. Zum anderen ist er wichtig für das Image der Region, macht sichtbar, wie aus einer Bergbaufolgelandschaft ein attraktiver, lebenswerter Landstrich werden kann.“

Im neuen Jahr erhoffen sich Touristiker unter anderem durch den 200. Geburtstag von Fontane ein weiteres Besucherplus. Zudem könnte die Picasso-Ausstellung im Barberini oder auch der kräftig wachsende Wassertourismus verstärkt Touristen anlocken.

(dpa)