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Gesellschafterversammlung
Brandenburg und Bund beharren auf Tegel-Schließung

Autos parken am 24.10.2017 in Berlin vor dem Tower und Abfertigungsgebäude des Flughafen Tegel. Einen Monat nach dem Berliner Volksentscheid für die Offenhaltung des Flughafens Tegel haben Berlin, Brandenburg und der Bund über die Konsequenzen beraten.
Autos parken am 24.10.2017 in Berlin vor dem Tower und Abfertigungsgebäude des Flughafen Tegel. Einen Monat nach dem Berliner Volksentscheid für die Offenhaltung des Flughafens Tegel haben Berlin, Brandenburg und der Bund über die Konsequenzen beraten. FOTO: Maurizio Gambarini / dpa
Potsdam. Trotz des Votums beim Berliner Volksentscheid wird ein Weiterbetrieb des Flughafens Tegel nach Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports BER immer unwahrscheinlicher. Brandenburg und der Bund sind dagegen.

Bei einer Gesellschafterversammlung am Donnerstag in Potsdam machten der Bund und das Land Brandenburg deutlich, dass sie am Konzept eines Single- Airports für die Hauptstadt-Region festhalten. Das teilten Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) und Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) nach dem Treffen mit. Görke machte hohe Kosten für einen Betrieb zweier Flughäfen geltend, die für sein Land nicht darstellbar seien.

Beim Volksentscheid am 24. September in Berlin stimmten rund 56 Prozent für die Offenhaltung des alten Stadtflughafens Tegel. Sie stellten sich damit gegen die seit vielen Jahren verfolgten Pläne des Senats, Tegel nach der BER-Eröffnung zu schließen. Über eine neue Linie in dieser Frage kann das Land Berlin jedoch nicht allein entscheiden, sondern nur gemeinsam mit den anderen beiden Gesellschaftern Bund und Brandenburg.

(dpa)