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| 20:31 Uhr

Von 1: sehr wichtig bis 6: sehr unwichtig
Online-Umfrage zur Digitalisierungin Brandenburg

„Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen“, sagt  Professor Ulrich Berger von der BTU Cottbus-Senftenberg. pa
„Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen“, sagt  Professor Ulrich Berger von der BTU Cottbus-Senftenberg. pa FOTO: btu
Potsdam. Brandenburg hat eine Online-Umfrage zur Digitalisierung gestartet. Bis zum fünften November können Internetnutzer unter dem Link www.digitalesbb/umfrage Position zu insgesamt zehn Thesen des Digitalbeirates des Landes beziehen.

Auf einer Skala von „1: sehr wichtig“ bis „6: sehr unwichtig“ können Bürger Aussagen wie „Digitalisierung wird das menschliche Miteinander fördern“ oder „Die Demokratie in Brandenburg wird lebendiger, transparenter und partizipativer“ in Verbindung mit der Digitalisierung bewerten.  Am 7. November sollen die Ergebnisse der Umfrage an Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) übergeben werden, im Dezember soll die Digitalisierungsstrategie dann im Kabinett beschlossen werden.

„Wir sollten ein wichtiges Augenmerk auf das Thema Bildung und Landwirtschaft legen“, sagte Staatssekretär Thomas Kralinski. Zudem sollte über die Kommunikation der Digitalisierung geredet werden. „Digitalisierung hat etwas mit Menschen zu tun: Es muss Nutzen stiften und man muss die Leute mitnehmen, unabhängig davon, wo sie herkommen.“ Menschen müssten immer über Technologien stehen.

Die Landesbezirksleiterin der Gewerkschaft Verdi für Berlin-Brandenburg, Susanne Stumpenhusen, erklärte, Brandenburg habe im Feld der Digitalisierung viel geleistet.

„Unsere Aufgabe wird es sein, das Schreckgespenst der Digitalisierung zu verjagen“, sagte Stumpenhusen. Viele Menschen hätten Angst davor, durch die Digitalisierung schlicht überflüssig zu werden. „Ich würde mich freuen, wenn wir hier eine Modellregion würden“, so Stumpenhusen. „Eine Region, in der man sagt, es sind keine Arbeitsplätze abgebaut worden, sondern durch Digitalisierung sind Arbeitsplätze neu entstanden.“

Der Professor für Automatisierungstechnik an der BTU Cottbus-Senftenberg, Ulrich Berger, betonte, dass bei den Thesen des Digitalbeirats der Mensch im Mittelpunkt stehe.  Wichtig sei künftig die Vermittlung von digitaler Methodenkompetenz. Beruf und Freizeit würden durch Digitalisierung weiter verschmelzen.

 „Die ‚Gute Digitale Arbeit‘  und das ‚Gute Digitale Leben‘ stehen in stetiger Wechselwirkung, kommen positiv zueinander und schaffen somit geistige und körperliche Freiräume für den Menschen“, fügte Prof. Berger hinzu.