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| 17:45 Uhr

Potsdam
Brandenburgs FDP diskutiert Medizinstudium in Cottbus

Potsdam. Brandenburgs FDP kann sich einen Medizinstudiengang an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) vorstellen. Auf dem am Samstag in Wildau tagenden Landesparteitag wurde ein Antrag des Landesvorstands zur Zukunft der Lausitz beraten. Darin betonen die Liberalen, dass die BTU mehr sein könne als eine reine Energie-Universität. „Mit Blick auf die seit Jahren nicht ausreichende ärztliche Versorgung im Land ist es überfällig, einen regulären Medizinstudiengang an einer Brandenburgischen Universität einzurichten“, heißt es in dem Antrag. Die BTU sei wegen ihrer Studiengänge in den Pflegewissenschaften und der Medizintechnik dafür prädestiniert. Von Benjamin Lassiwe

Brandenburgs FDP kann sich einen Medizinstudiengang an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) vorstellen. Auf dem am heutigen Samstag in Wildau tagenden Landesparteitag wird ein Antrag des Landesvorstands zur Zukunft der Lausitz beraten. Darin betonen die Liberalen, dass die BTU mehr sein könne als eine reine Energie-Universität. „Mit Blick auf die seit Jahren nicht ausreichende ärztliche Versorgung im Land ist es überfällig, einen regulären Medizinstudiengang an einer Brandenburgischen Universität einzurichten“, heißt es in dem Antrag. Die BTU sei wegen ihrer Studiengänge in den Pflegewissenschaften und der Medizintechnik dafür prädestiniert.

Gleichzeitig solle sich die Universität aber auch zu einer Exzellenz-Universität im Bereich Energie fortentwickeln, heißt es in dem Antrag. „Die Lausitz ist fähig, die theoretischen und praktischen Aufgaben für Energiespeicherung, Energieübertragung, Energieerzeugung, Wertstoffkreisläufe und vieles weitere zu lösen.“ Damit könne die Region zu einer Schlüsselregion in der Energiewende werden. Ob der Antrag, der die Lausitz daneben als zukunftsfähige Energieregion beschreibt, auf dem Parteitag tatsächlich beschlossen wird, ist nach Angaben des Landesvorsitzenden Axel Graf Bülow noch unklar. Diskutieren wollen die Liberalen auf dem Parteitag daneben die Forderung, die vom rot-roten Kabinett auf 6,5 Prozent des Kaufbetrags eines Grundstücks erhöhte Grunderwerbsteuer wieder auf zwei Prozent zu senken.

Politisch strebt die Partei nach Angaben von Bülow und Generalsekretärin Jacqueline Krüger an, ab 2019 dauerhaft im Potsdamer Landtag vertreten zu sein. Das Wahlprogramm für die kommenden Landtagswahlen soll in den nächsten Monaten auch öffentlich auf  Regionalkonferenzen debattiert werden. Dabei könne jeder Bürger Vorschläge machen, so Krüger. „Wir prüfen dann, ob das mit der FDP zusammenpasst.“ Deutliche Kritik übten die Liberalen am Zustand der rot-roten Landesregierung. „Die Landesregierung verhält sich nach dem Prinzip: Machen ohne Plan“, so Krüger.

Brandenburgs Liberale haben derzeit 1254 Mitglieder. 2017 wuchs die Partei um rund 120 Mitglieder. Landesweit stellt die Partei neun Bürgermeister, darunter in Eberswalde und Doberlug-Kirchhain.