ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:53 Uhr

Landtag
Brandenburg: AfD will keine neuen Kunstlehrer

Kunstunterricht? Will die AfD in Brandenburg nicht.
Kunstunterricht? Will die AfD in Brandenburg nicht. FOTO: Christian Schwier Fotolia
Potsdam. Brandenburgs AfD will keine neuen Kunstlehrer für Brandenburg ausbilden. In der wöchentlichen Pressekonferenz der Fraktion kritisierte der Landtagsabgeordnete Steffen Königer am Dienstag, dass an der Universität Potsdam neue Studienplätze für angehende Kunstlehrer geschaffen werden. Von Benjamin Lassiwe

„Für uns ist wichtig, dass jeder Schüler ordentlich schreiben und rechnen kann“, sagte Königer. „Und dafür brauche ich keine Kunstlehrer.“

In Brandenburg fehlten bereits Ende des Jahres 2016 Kunstlehrer: In einer Landtagsanfrage musste die Landesregierung Brandenburgs damals einräumen, dass im Schuljahr 2015/2016 an 73 Schulen kein Kunstlehrer tätig war, und in mehr als 2500 Schulklassen das Fach nicht durch ausgebildete Kunstlehrer unterrichtet wurde.

Die rot-rote Landesregierung plant deswegen – wie die RUNDSCHAU bereits berichtete –, an der Universität Potsdam einen eigenen Studiengang für Kunstlehrer einzurichten.

Steffen Königer erklärte am Dienstag, dass Lehrkräfte lieber in naturwissenschaftlichen Fächern ausgebildet werden sollten. „Und wenn ich die Wahl zwischen Sport- und Kunstunterricht hätte, würde meine Wahl auf den Sportunterricht fallen“, sagte Königer. Damit ließe sich zumindest eine körperliche Ertüchtigung der Schüler realisieren.

Angesprochen auf den Musik-Unterricht forderte Steffen Königer, dort wieder „das gute alte deutsche Volkslied zu lehren, anstatt irgendwelchen sinnlosen Quatsch aus der Moderne.“ Als Beispiele nannte Königer die Lieder „Am Brunnen vor dem Tore“, „Ännchen von Tharau“ und das „Brandenburglied“. „Da sehe ich eine breite Palette von Möglichkeiten, um auch Zugewanderten die deutsche Kultur nahezubringen.“