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Blitz-Marathon: Knapp 6800 Raser in Brandenburg erwischt

Ein Polizeibeamter misst beim Blitzermarathon mit einer Radarmesspistole die Geschwindigkeit von Fahrzeugen. Der sogenannte Blitz-Marathon der Polizei ist am Donnerstagmorgen gestartet. In Deutschland und in 21 weiteren europäischen Ländern geht es bei der Aktion darum, Raser zu erwischen.
Ein Polizeibeamter misst beim Blitzermarathon mit einer Radarmesspistole die Geschwindigkeit von Fahrzeugen. Der sogenannte Blitz-Marathon der Polizei ist am Donnerstagmorgen gestartet. In Deutschland und in 21 weiteren europäischen Ländern geht es bei der Aktion darum, Raser zu erwischen. FOTO: Paul Zinken (dpa)
Potsdam. Trotz vieler Polizei-Appelle sind beim dritten Blitz-Marathon wieder zahlreiche Temposünder im Straßenverkehr erwischt worden. Insgesamt wurden am Donnerstag in der Zeit von 6 bis 24 Uhr 6751 Raser erwischt.

Das entspricht laut Polizeipräsidium einer Quote von rund 2,73 Prozent. An Tagen ohne Ankündigung von Kontrollen ist diese Zahl doppelt so hoch. 2014 lag die Quote beim zweiten Blitz-Marathon bei 2,67.

Einen der schnellsten Raser blitzten die Beamten auf der Autobahn 2 bei Brandenburg/Havel. Er raste bei erlaubten 60 Stundenkilometern mit Tempo 151 durch eine Baustelle.

„Die Ergebnisse zeigen, dass es erforderlich ist, weiter die Geschwindigkeiten zu kontrollieren. Es ist richtig und wichtig, das Thema Raserei im Straßenverkehr immer wieder in die Öffentlichkeit zu tragen“, erklärte Brandenburgs ranghöchster Verkehrspolizist Ingolf Niesler. Bei europaweiten Blitz-Marathon waren rund 450 Beamte an 225 Orten im Einsatz.

Die Gewerkschaft der Polizei kritisierte die Aktion als wenig effektiv. „Hier wird an einem Tag Verkehrssicherheit vorgegaukelt. Am nächsten Tag wird weiter gerast“, erklärte der Landesvorsitzende Andreas Schuster am Donnerstag.