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| 02:40 Uhr

Bleifuß trotz "Blitz-Marathons"

Potsdam. Die Brandenburger Polizei hat beim "Blitz-Marathon" am Donnerstag 5531 Temposünder erwischt – bei gut 200 000 Geschwindigkeitskontrollen. Das entspricht laut Polizeipräsidium einer Quote von 2,7 Prozent.

Bei der ersten Auflage des "Blitz-Marathons" vor einem Jahr lag die Quote der Tempoverstöße bei 2,4 Prozent.

Spitzenreiter war ein Fahrer auf der A2 bei Lehnin, der mit 219 bei erlaubten 120 Stundenkilometern erwischt wurde. Ein Pkw fuhr auf der L49 zwischen Ragow und Lübben mit 113 bei erlaubten 70, ein anderer war zwischen Cottbus und Forst mit 127 bei erlaubten 70 km/h unterwegs. Außerdem stoppten die Beamten einen Lkw in Freienhufen mit 63 bei erlaubten 30 km/h. Die Mehrheit der Autofahrer verhielt sich nach Polizeiangaben aber regelkonform.

Mit 69 Verkehrstoten je eine Million Einwohner nahm Brandenburg im vergangenen Jahr die Spitzenposition im Vergleich der Bundesländer ein. Das sei ein "bedrückender Befund", sagte Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) am Freitag und verwies erneut auf die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer. Rücksichtnahme und Besonnenheit im Straßenverkehr seien das A und O. "Raserei und Drängelei sind tödlich", betonte Holzschuher. Unangepasste Geschwindigkeit sei die Hauptursache bei Verkehrsunfällen mit Todesfolge.

Landesweit waren am Donnerstag mehr als 500 Polizisten an über 320 Messstellen beim "Blitz-Marathon" im Einsatz. Der bundesweite Aktionstag stand unter dem Motto "Respekt vor Leben - Ich bin dabei".