| 13:51 Uhr

Bisher keine Brandenburger Polizisten bei G20-Randalen verletzt

"Welcome to Hell" eskaliert: Vor dem G20-Gipfel in Hamburg ist es zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Bei der "Welcome to Hell"-Kundgebung flogen Flaschen, Feuerwerkskörper wurden gezündet, später brannten umgestürzte Mülltonnen und Autos. Die Polizei setzte wiederholt Wasserwerfer und Pfefferspray ein und trieb die rund 12 000 Teilnehmer auseinander. Es gab etliche Verletzte. Unter die Demonstranten hatten sich nach Polizeiangaben etwa 1000 Vermummte gemischt – was die Polizei nicht duldete. Politik & Kommentar Seiten 7 & 8
"Welcome to Hell" eskaliert: Vor dem G20-Gipfel in Hamburg ist es zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Bei der "Welcome to Hell"-Kundgebung flogen Flaschen, Feuerwerkskörper wurden gezündet, später brannten umgestürzte Mülltonnen und Autos. Die Polizei setzte wiederholt Wasserwerfer und Pfefferspray ein und trieb die rund 12 000 Teilnehmer auseinander. Es gab etliche Verletzte. Unter die Demonstranten hatten sich nach Polizeiangaben etwa 1000 Vermummte gemischt – was die Polizei nicht duldete. Politik & Kommentar Seiten 7 & 8 FOTO: dpa
Potsdam/Hamburg. Über 100 Polizisten sind bei den Krawallen rund um den G20-Gipfel in Hamburg bereits verletzt worden. Aus Brandenburg ist bisher keiner der Verletzten, wie Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke am Rande eines Pressegesprächs in Potsdam mitteilte. dpa

Mehr als 500 Polizisten hat das Land Brandenburg zum Schutz des G20-Gipfels in Hamburg abgestellt. Dazu zählen drei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei, motorisierte Lotsendienste, Wasserschutzpolizei und weitere Experten. Eingesetzt sind die Brandenburger Polizisten unter anderem im Objektschutz für die Staatschefs, etwa von Russlands Präsident Wladimir Putin, wie Mörke am Freitag bestätigte. Dabei seien die Brandenburger Einsatzkräfte auch bereits Angriffen der Randalierer ausgesetzt gewesen, die versuchten Tagungs- und Übernachtungseinrichtungen zu stören, so Mörke. "Verletzt wurde dabei aber niemand. Das ist die gute Nachricht."

Nach einer Krawallnacht mit nach offiziellen Angaben mehr als 110 verletzten Polizisten und mindestens 29 Festnahmen eskalierte die Lage in Hamburg am Morgen erneut. Hunderte Protestierer versuchten, in die Hochsicherheitszone um den Tagungsort vorzudringen. An verschiedenen Stellen der Stadt gingen Autos in Flammen auf. Auch der Brandenburger Wasserwerfer war bei den Demonstrationen am Abend im Einsatz.

Die Hamburger Polizei hat nach Informationen der Zeitung "Die Welt" weitere Einsatzkräfte aus den Bundesländern angefordert, aus Brandenburg bisher nicht. Er rechne auch nicht damit, sagte Mörke. Man habe von Anfang an ein großes Kontingent angeboten, das in Hamburg nun auch zum Einsatz komme.