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| 01:38 Uhr

Bischof Huber sieht neue Zuwendung zur Kirche

Berlin.. In Brandenburg gibt es eine neue Zuwendung zur Kirche. Das sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Wolfgang Huber, zur Eröffnung der Herbsttagung der Landessynode in der Berliner Erlöserkirche. Benjamin Lassiwe

Die Zahl der Taufen steige ebenso wie die Zahl der kirchlichen Trauungen und Bestattungen. Vor den 131 Synodalen verteidigte der Bischof außerdem das Vorgehen der Kirchenleitung im Streit um die Kirchengemeinden Zechliner Land und Papenbruch (Landkreis Ostprignitz-Ruppin).
Einem Beschluss der Kreissynode zufolge sollen sie gegen ihren Willen mit den 53 anderen Gemeinden des Kirchenkreises zu fünf Großgemeinden vereinigt werden. Heute sei es nötig, dass die Kirche neue Wege suche, so Huber. Im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin habe man sich mehrheitlich dafür entschieden, größere Einheiten zu schaffen. Die Kirchenleitung habe sich davon überzeugen lassen. "Hätte die Kirchenleitung dem Widerspruch eines Teils der Gemeinden in diesem Kirchenkreis stattgegeben, hätte sie das Votum des anderen Teils der Gemeinden missachtet."
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) würdigte die Evangelische Kirche in einem Vortrag als "stabilen und stabilisierenden Faktor in unserer Gesellschaft." Er wünsche den Kirchen, dass ihre Kraft zur Mitgestaltung der Gesellschaft nicht erlahme, sagte der Ministerpräsident. "Von ihrer Botschaft geht ein Wärmestrom aus, ohne den unsere Gesellschaft in asozialer Kälte erstarren könnte."