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| 01:38 Uhr

Bildungsminister will Kita-Qualität verbessern

Potsdam.. Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) sieht schwerwiegende Defizite in der Qualität der Kindertagesstätten. Zugleich dämpfte er die Erwartungen an das Bundesprogramm zur Erhöhung der Kita-Plätze für Kinder bis drei Jahre.

In den Jahren 2008 bis 2013 erhält das Land insgesamt fast 57 Millionen Euro an Investitionsmitteln vom Bund.
In Brandenburg sei der Betreuungsschlüssel bei den bis zu Dreijährigen besonders schlecht, sagte Rupprecht. „Da liegen wir bei mehr als 1:7.“ Das sei deutlich über dem Bundesdurchschnitt und es sei zu viel, wenn man Defizite ausgleichen und Begabungen fördern wolle. Unter dem Strich werde für besondere Vorhaben kein Bundesgeld übrigbleiben, meinte der Minister. Von 2008 an gebe es vom Bund Investitionsmittel, ein Jahr später Betriebskostenzuschüsse. Bis 2013 müsse der Rechtsanspruch für unter Dreijährige umgesetzt sein. Außerdem wolle er den Übergang von der Kita zur Grundschule verbessern.
Zusätzliche Kosten könnten für die jetzt anlaufende Sprachstandsförderung in der Kita anfallen. „Es gibt Anzeichen dafür, dass wir die Zahl der zu Fördernden zu tief eingeschätzt haben“ , räumte der Minister ein. „Wir sind ausgegangen von 15 Prozent Sprachauffälligen pro Jahrgang. In vielen Kitas, die ich besucht habe, lag die Zahl aber höher. Dann kommen wir schnell zu einem Finanzierungsproblem.“
Mit dem Bundesprogramm in Höhe von 2,15 Milliarden Euro soll von 2013 an der Rechtsanspruch von Kindern bis drei Jahre auf einen Kitaplatz abgesichert werden. Das Geld solle für neue Plätze eingesetzt werden. (dpa/jt)