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| 20:49 Uhr

Brandenburg
Betonkrebs bremst Autofahrer aus

Schäden durch Betonkrebs sollen auf der A15 in der nächsten Zeit behoben werden.
Schäden durch Betonkrebs sollen auf der A15 in der nächsten Zeit behoben werden. FOTO: dpa / Hendrik Schmidt
Potsdam/Cottbus. Brandenburg will bis 2020 die A 15 großteils sanieren. Auch Brücken sind geschädigt. Von Benjamin Lassiwe

Lausitzer Autofahrer, die regelmäßig die „Spreewaldautobahn“ A 15 befahren, müssen sich in den nächsten zwei Jahren auf massive Bauarbeiten einstellen: Bis zum Jahr 2020 will das Land Brandenburg auf rund der Hälfte der Streckenlänge der insgesamt 64 Kilometer langen Autobahn Sanierungsarbeiten durchführen, um vom Betonkrebs geschädigte Fahrbahnen auszutauschen. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Rainer Genilke hervor, die der RUNDSCHAU vorliegt. Dazu sind weitere Baumaßnahmen auf der Autobahn A 13 (Dresden – Berlin) geplant.

Wie aus der Antwort der Landesregierung weiter hervorgeht, sind bis zum Ende des vergangenen Jahres rund 122 Millionen Euro an Baukosten für die Sanierung von Betonkrebs-Schäden angefallen. Diese Kosten habe der Bund übernommen. Bis 2025 werden weitere 200 Millionen Euro anfallen. Und es können weitere Schäden hinzukommen: So gibt es laut Antwort des Ministeriums bei 199 Kilometern Richtungsfahrbahn der Brandenburger Autobahnen aus den 1990er-Jahren keine Anzeichen, die auf Betonkrebs hindeuten. „Bislang unbekannte Potenziale sind aber nicht auszuschließen.“

Zudem betrifft der Betonkrebs offenbar nicht nur die Fahrbahnen der Bundesautobahnen. Der Antwort des Infrastrukturministeriums zufolge sind auch Brücken betroffen, etwa an der Bundesautobahn A 10. Und auch Schöpfwerke müssen laut dem Ministerium wegen Betonkrebs saniert werden.