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LMBV
Bergbausanierer verbauen 10,6 Milliarden Euro

Der Sedlitzer See. Oben rechts befindet sich die Bucht, an der ein Wohnstandort entwickelt und ein Wasserwanderrastplatz entstehen sollen.
Der Sedlitzer See. Oben rechts befindet sich die Bucht, an der ein Wohnstandort entwickelt und ein Wasserwanderrastplatz entstehen sollen. FOTO: Peter Radke/LMBV
Cottbus. Barbarafeier der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft: Ergebnisse finden zunehmend Anerkennung. Christian Taubert

Für den Bergbausanierer LMBV steht die geotechnische  Sicherheit an Böschungen und Kippen ehemaliger Tagebaue noch immer im Zentrum der Arbeiten. Als Kernpunkte nannte der LMBV-Geschäftsführer  Klaus Zschiedrich am Mittwoch die Fortführung von Verdichtungsmaßnahmen am Restloch Greifenhain, die Sicherung eines Restloches in Lauchhammer und die Herstellung der künftigen Trasse des Wasserableiters aus dem Sedlitzer See in die Schwarze Elster in Senftenberg.

Auf der traditionellen Barbarafeier der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft in Peißen bei Halle verwies der LMBV-Chef zudem darauf, dass zur Bewältigung der Altlasten in der Braunkohleindustrie bisher von Bund und Ländern 10,6 Milliarden Euro eingesetzt wurden. Die Sanierungsergebnisse würden  zunehmend auch von der Öffentlichkeit angenommen. Zudem stelle jetzt das sechste Verwaltungsabkommen zwischen  Bund und Braunkohleländern die Finanzierung der Sanierungsarbeiten bis zum Jahr 2022 sicher und gewährleiste  Planungs- und Handlungssicherheit.

Im Jahre 2017 wurden laut Zschiedrich die vorgegebenen Sanierungsziele weitestgehend erreicht. Es seien Leistungen in einem Finanzierungsumfang von rund 226 Millionen Euro erbracht worden. Um die Gefahren des Grundwasserwiederanstiegs abzuwehren, seien unter anderem zwei weitere Horizontalfilterbrunnen in Brieske in Betrieb gegangen. Damit seien die komplexen Gefahrenabwehrmaßnahmen im Stadtgebiet von Senftenberg vollständig umgesetzt. Ein wichtiges Projekt stelle auch der vor der Fertigstellung stehende Südgraben Altdöbern dar. Damit würden 431 Gebäude künftig gegen die Folgen des Grundwasserwiederanstiegs dauerhaft geschützt.

Der LMBV-Chef ließ zudem nicht unerwähnt, dass Sanierungsexperten auf Einladung des Bundes in Südkorea und in Brasilien ihre Erfahrungen vermittelten. Um Know-how auszutauschen und zu verwerten, haben sich Experten aus Tschechien, Georgien, dem Kosovo sowie aus Brasilien vor Ort informiert.