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| 02:38 Uhr

BER: Fünf Unternehmen klagen auf Schadenersatz

Matthias Platzeck war viele Jahre Vize-Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft.
Matthias Platzeck war viele Jahre Vize-Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft. FOTO: dpa
Potsdam/Berlin. Nach mehreren geplatzten Eröffnungsterminen für den BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) haben fünf betroffene Unternehmen Klage auf Schadenersatz eingereicht. Bislang elf Unternehmen haben sich mit der Bitte um Unterstützung an das Wirtschaftsministerium in Brandenburg gewandt, teilte der Chef der Staatskanzlei, Rudolf Zeeb (SPD), in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mit. dpa/uf

Die Flughafengesellschaft hat demnach mit 79 Unternehmen Verträge über Einzelhandel, Gas-tronomie, Automatenbetrieb, Autovermietung, Parkraumbewirtschaftung und sonstige Dienstleistungen sowie Werbestandorte abgeschlossen. Mit der Mehrheit der betroffenen Firmen hat der Flughafen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums vom Vorjahr Ersatzlösungen gefunden. So seien Mietflächen am Flughafen Tegel geschaffen worden oder Vertragslaufzeiten geändert worden.

Der BER sollte im Oktober 2011 seinen Betrieb aufnehmen. Derzeit planen die Betreiber eine Eröffnung 2017. Vor dem BER-Ausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses soll am 12. Februar Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) als Zeuge zum BER-Debakel im "Kreuzverhör" aussagen, schreiben die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" unter Berufung auf den Ausschuss. Er war viele Jahre Vize-Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft, einige Monate auch Chef des Gremiums.