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| 06:23 Uhr

BER-Aufsichtsrat berät über Ausbau

Hell erleuchtet ist am 28.01.2017 in Schönefeld (Brandenburg) der im Bau befindliche Großstadtflughafen BER. Am 7. Februar tritt der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH zu einer Sondersitzung zusammen.
Hell erleuchtet ist am 28.01.2017 in Schönefeld (Brandenburg) der im Bau befindliche Großstadtflughafen BER. Am 7. Februar tritt der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH zu einer Sondersitzung zusammen. FOTO: Paul Zinken (dpa)
Schönefeld. Fertig ist der neue Hauptstadtflughafen zwar noch nicht, aber inzwischen zu klein. Deswegen wird nun der Ausbau für das kommende Jahrzehnt geplant. Wann aber kommt der Eröffnungstermin? dpa/bob

Am immer noch nicht eröffneten neuen Hauptstadtflughafen BER werden die Ausbaupläne konkreter. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup stellt dem Aufsichtsrat an diesem Freitag Grundzüge eines Masterplans vor, nach dem der drittgrößte deutsche Flughafen nach 2025 erweitert werden soll. Nach Senatsangaben könnten weitere Abfertigungskapazitäten an Parkhaus-Standorten vor dem Terminal entstehen.

Der BER sollte eigentlich schon 2011 in Betrieb gehen. Der Start verzögert sich aber wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Technikproblemen. Lütke Daldrup strebt eine Eröffnung 2018 an, die Zeit dafür ist aber sehr knapp. Das Unternehmen will sich möglichst noch in diesem Sommer festlegen.

Der Berliner Luftverkehr wächst seit Jahren überdurchschnittlich. Obwohl der Neubau seit Baubeginn 2006 schon deutlich erweitert wurde, reicht er mit einer Terminalkapazität von höchstens 27 Millionen Passagieren im Jahr für die erwarteten Passagierzahlen nicht aus - im vergangenen Jahr flogen von den aktiven Flughäfen Tegel und Schönefeld schon 33 Millionen Menschen.

Das alte Schönefelder Terminal für bis zu 12 Millionen Fluggäste soll deshalb noch einige Jahre in Betrieb bleiben. Zudem soll in drei Jahren am Neubau ein Zusatzterminal für 6 Millionen Passagiere in Betrieb gehen - in einfacher Industriebauweise, damit es schneller und unkomplizierter fertig wird als das Hauptterminal.

Auf diesen einfachen Standard hat sich Lütke Daldrup auch für den Ausbau danach festgelegt, den er in seinem Masterplan skizzieren will. Nach Angaben von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) gibt es rund das Terminal weitere Flächen für Erweiterungen. Auch Parkhausstandorte sollen in Terminalerweiterungen einbezogen werden, wie Müller mit Blick auf den Masterplan sagte.

Rund um den Willy-Brandt-Platz in der sogenannten „Airport City“ vor dem Terminal stehen drei Parkhäuser, es gibt Platz für drei weitere. Auf den Platz münden Ausgänge des unterirdischen Flughafen-Bahnhofs.

Müller betonte, Hauptaufgabe bleibe die Fertigstellung des Flughafens. „Wir wissen, wie weit wir bei Schönefeld sind. Und wir wissen, dass da noch einiges zu machen ist für die Endabnahme.“ Erweiterungen nach dem Start seien aber normal. „Ich kenne keinen Flughafen, wo nicht gebaut wird.“