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| 22:58 Uhr

Brandenburg
Lausitzer Wissen weltweit gefragt

Cottbus/Hoyerswerda. Für Experten ist die In-Lake-Bekalkung bei Tagebauseen eine Erfolgsgeschichte.

Die Bergbausanierer der LMBV haben sich mit der Sanierung saurer Tagebaugewässer international einen Namen gemacht. Dieses Fazit haben 180 Experten jüngst auf einer Fachkonferenz in Hoyerswerda gezogen. „Wir sind ein gefragter Partner für ausländische Besucher“, betont LMBV-Pressesprecher Uwe Steinhuber gegenüber der RUNDSCHAU und fügt hinzu, dass die Verfahren der Seewasserbehandlung in ihrer Dimension einmalig seien.

So sind im Lausitzer Revier inzwischen elf Bergbaufolgeseen auf einen neutralen pH-Wert um sieben gebracht worden. Dabei kamen die Gewässer von tief sauren Werten zwischen 2,9 bis 4,3. Zu dem durchgreifenden Erfolg hat das Verfahren der sogenannten In-Lake-Behandlung der Gewässer geführt. Dabei wird von einem Bekalkungsschiff der LMBV ein für jeden See spezielles Gemisch ausgebracht – vor allem aus Brandsteinkalk und Kalksteinmehl sowie Löschkalk und Soda. Nach Angaben des Sprechers werde zurzeit der Großräschener See intensiv bearbeitet, um auf dem Gewässer noch in diesem Jahr eine Nutzung zu ermöglichen.

Während es in den 1990er-Jahren noch Versuche gab, mit dem Einspülen alkalischer Kraftwerks­asche Bergbauseen zu neutralisieren, wurde das auch von der BTU Cottbus-Senftenberg wissenschaftlich begleitete In-Lake-Verfahren und die erforderliche Nachsorgebehandlung nach Experteneinschätzung inzwischen zur Erfolgsgeschichte. Know-how, das auch für internationale Interessenten bereit steht.