ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 09:16 Uhr

Serie von Bankautomatensprengungen
Besserer Schutz für Geldinstitute: Polizei berät mit Bankvertretern

Erst vor wenigen Tagen wurde von Unbekannten ein Bankautomat in Döbern (Spree-Neiße) in die Luft gesprengt.
Erst vor wenigen Tagen wurde von Unbekannten ein Bankautomat in Döbern (Spree-Neiße) in die Luft gesprengt. FOTO: LR Medienverlag / Angela Hanschke
Potsdam. Wie kann sich ein Geldinstitut am besten vor Automatensprengern schützen? Prävention steht heute im Mittelpunkt bei den Konsultationen von Bankvertretern und Kriminalisten im Polizeipräsidium Potsdam. Von Verena Ufer

Eine nicht abreißende Serie von Bankautomatensprengungen hält seit Monaten die Lausitz und ganz Brandenburg in Atem. Jüngste Fälle ereigneten sich in Döbern (Spree-Neiße) und Neuzelle (Märkisch-Oderland). Im Polizeipräsidium Potsdam beraten deshalb am heutigen Donnerstag Experten der Polizei und Vertreter von Banken des Landes, wie Geldinstitute besser geschützt werden können.

Wie der Pressesprecher der Potsdamer Behörde, Torsten Herbst, gegenüber der RUNDSCHAU am Morgen erklärt, haben unter anderem die Sparkasse Spree-Neiße, der Ostdeutsche Sparkassenverband, der Bundesverband deutscher Banken, die Volks- und Raiffeisenbanken des Landes und die Mitteldeutsche Sparkasse ihre Teilnahme zugesagt. Bei den Ermittlungen zu den Automatensprengungen habe die Polizei sich in jüngster Zeit intensiv mit den Landeskriminalämtern in Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und anderen Bundesländern sowie mit Kriminalpolizisten in den Niederlanden ausgetauscht, sagt Herbst. Bei dem Treffen mit den Bankvertretern würden diese über Erkenntnisse aus den Ermittlungen informiert. „Vor allem aber geht es uns um Prävention“, betont der Polizeisprecher. Wir wollen darüber beraten und informieren, wie Geldinstitute in Zukunft noch besser vor solchen Attacken geschützt werden können. „Da gibt es viele Möglichkeiten.“

Die Polizei will Bankvertreter über Ermittlungsergebnisse informieren.
Die Polizei will Bankvertreter über Ermittlungsergebnisse informieren. FOTO: Frank Hilbert

Wie die RUNDSCHAU unter Bezug auf Informationen des Polizeipräsidiums bereits berichtete, lassen sich mehrere Automatensprengungen einer Tätergruppe aus den Niederlanden zuordnen. In der vergangenen Woche waren deshalb Experten aus den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen in Brandenburg, um sich mit den hiesigen Ermittlern auszutauschen.

Die Polizei verkündete bereits zu Wochenbeginn eine Aufstockung ihrer Taskforce: Die 20-köpfige Sonderkommission „Geld“ (Soko „Geld“) wurde in eine besondere Aufbauorganisation (BAO „Geld“) umgewandelt. Das Ermittler-Team ist um vier weitere Beamten verstärkt worden. Für die zusätzlich geplanten uniformierten und zivilen Streifen werden Bereitschaftspolizisten eingesetzt.