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Auto rast in U-Bahn-Station: großes Glück für Passanten

Seit Samstagabend steckte das Auto fest in der Station.
Seit Samstagabend steckte das Auto fest in der Station. FOTO: dpa
Berlin. Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei ist ein Auto die Treppe einer U-Bahn-Station in Berlin hinabgefahren. Das Fahrzeug sei am Sonntagabend auf einem Zwischengeschoss am Rathaus Spandau stecken geblieben, teilte die Polizei mit. dpa/uf

Verletzt wurde niemand. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers hielten sich zu dem Zeitpunkt viele Menschen dort auf. Ein Mann habe sich mit einem Sprung zur Seite retten können. "Man kann von Glück reden, dass nichts passiert ist." Wie ein Polizeisprecher sagte, hatte ein Streifenwagen das Fahrzeug verfolgt, weil die Kennzeichen zur Fahndung ausgeschrieben waren. Doch statt den Beamten zu folgen, drückte der Fahrer plötzlich aufs Gas und raste über Bürgersteige und Grünflächen einige Hundert Meter weit durch die Spandauer Altstadt.

Vermutlich verlor der Mann die Kontrolle über den Wagen und kam so von der Straße ab. Bevor der Wagen die Treppen der U-Bahn-Station hinabrollte, sprang der Fahrer aus dem Auto. Zwei Mitfahrer blieben zunächst sitzen und rannten davon, als das Auto an einem Pfeiler im Zwischengeschoss zum Stehen kam. Der 25-jährige Fahrer wurde zunächst festgenommen. Er gab zu, keinen Führerschein zu besitzen und Cannabis konsumiert zu haben. Ob er noch andere Drogen nahm, soll ein Bluttest zeigen. Der Mann kam später wieder auf freien Fuß. Nun muss er sich unter anderem wegen Verkehrsunfallflucht, Urkundenfälschung und Straßenverkehrsgefährdung verantworten.

Wer die anderen beiden Insassen sind, wurde am Montag noch ermittelt. Die Feuerwehr rückte mit schwerem Gerät an, um das Fahrzeug zu bergen. Erst Ende Mai war in Berlin ein Auto die Treppe zu einer U-Bahn hinabgefahren. Bei dem Unfall an der Bernauer Straße wurden mehrere Menschen verletzt.