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| 10:52 Uhr

Aufsichtsrat berät über Zeitplan für neuen Hauptstadtflughafen

Ein Blick in die Empfangshalle des Terminalgebäudes des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) in Schönefeld (Brandenburg).
Ein Blick in die Empfangshalle des Terminalgebäudes des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) in Schönefeld (Brandenburg). FOTO: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)
Berlin. Am Berliner Flughafen Tegel ist der Aufsichtsrat der Betreibergesellschaft zu Beratungen über den neuen Hauptstadtflughafen zusammengetroffen. Bei dem Projekt deuten sich neue Verzögerungen an, weil Nachträge zur Baugenehmigung verspätet beim Bauamt eingereicht werden.

Die Flughafengesellschaft hält bislang aber eine Eröffnung im zweiten Halbjahr 2017 weiter für möglich. „Darüber werden wir heute beraten“, sagte der Berliner Flughafenkoordinator Engelbert Lütke-Daldrup vor Sitzungsbeginn auf die Frage, wie sicher dieses Ziel noch sei. Vize-Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider sagte, er erwarte gute Diskussionen in dem Kontrollgremium.

Ein Thema ist auch das geplante Regierungsterminal in Schönefeld. Der Bund will spätestens fünf Jahre nach Eröffnung des Flughafens Staatsgäste im neuen Protokollbereich empfangen. Bis dahin soll es ein Provisorium geben. Die Flughafengesellschaft dringt aus Zeitgründen darauf, diesen Interimsbau länger zu nutzen.

Die Aufsichtsräte werden auch einen kritischen Bericht des brandenburgischen Landesrechnungshofs besprechen. Er führt Terminverschiebungen und Kostensteigerungen bei dem Projekt auch auf erhebliche Kontrolldefizite bei dem staatlichen Unternehmen zurück.