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| 10:35 Uhr

Zu viele Unfälle
Auf der A13 kommt ein Tempolimit

 Ab April: Tempo 130 auf der A13.
Ab April: Tempo 130 auf der A13. FOTO: dpa / Marius Becker
Cottbus/Potsdam. Brandenburgs Landespolitik reagiert auf die anhaltend hohe Zahl von Unfällen auf der A13. Ab April kommt ein Tempolimit. Von Benjamin Lassiwe

Auf der Autobahn A13 soll es wegen der zahlreichen Verkehrsunfälle zwischen dem Kreuz Schönefeld und dem Dreieck Spreewald ab dem zweiten Quartal 2019 ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde und ein LKW-Überholverbot geben. Das sagte Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) am Donnerstag bei der Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz des Jahres 2018 vor Journalisten in Potsdam.

Die Zahl der Unfälle mit LKW-Beteiligung stieg auf diesem Abschnitt von 71 im Jahr 2014 auf 127 im Jahr 2018. Während 2014 noch 86 Menschen verletzt wurden, gab es auf diesem Abschnitt 2018 insgesamt 144 Verletzte.

 Die Landesregierung stellt die Verkehrsunfallbilanz für 2018 vor.
Die Landesregierung stellt die Verkehrsunfallbilanz für 2018 vor. FOTO: Benjamin Lassiwe

Auf der A13 sind die Unfallzahlen seit längerem konstant auf hohem Niveau. So gab es im Abschnitt vom Schönefelder Kreuz bis zum Dreieck Spreewald 2017 684 Unfälle, bei denen 133 Menschen verletzt wurden und vier Personen ums Leben kamen. 2018 waren es 662 Unfälle mit 147 Verletzten und zwei Toten.

Insgesamt sank die Zahl der Verkehrsunfälle in Brandenburg von 85.451 im Jahr 2017 auf 82.281 im Jahr 2018. Die Zahl der Verkehrstoten ging von 148 auf 143 zurück, die Zahl der Verletzten allerdings stieg von 11.377 auf 11.660.

Dass ein Tempolimit auf der Autobahn tatsächlich helfen kann, Unfälle zu vermeiden, zeigt ein Modellversuch an der A24.

Wo es in der Lausitz im vergangenen Jahr besonders häufig gekracht hat, lesen Sie hier: Die Unfallschwerpunkte 2018

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