In den 1960er Jahren galt der Spreewald nach Angaben des BUND Brandenburg als das größte Brutrevier des Schwarzstorchs in Ostdeutschland. Nachdem bereits 2019 der vom Aussterben bedrohte Vogel in der Region nicht mehr vorhanden war, kamen auch in diesem Jahr keine Brutpaare, wie der Landesverein am Montag mitteilte.
Bereits seit Jahren war die Zahl der Brutpaare des seltenen Vogels rückläufig. 2005 gab es den Angaben nach noch fünf Brutpaare. Grund sei, dass wichtige Teiche in der Region aufgegeben worden seien und die Trockenheit aufgrund der klimatischen Veränderungen, sagte Thomas Liebsch von der BUND-Ortsgruppe Lübben/Spreewald.

Trockenheit und Rückgang der Teichbewirtschaftung als Gefahr für Schwarzstorch

Der Vogel mit dem lateinischen Namen Ciconia nigra ist etwas kleiner als sein Verwandter, der Weißstorch, und ernährt sich überwiegend von kleinen Fischen, wie Liebsch erklärte. Da Teichgegenden fernab von Menschen in Deutschland immer seltener würden, bestehe für den etwa 95 Zentimeter großen Vogel mit dem weißen Bauch große Gefahr.
Nach Angaben des Umweltministeriums existierten in Brandenburg von 1995 bis 2016 durchschnittlich 44 bis 53 Brutreviere des scheuen Vogels. Der Schwarzstorch brütet verborgen in Laub- und Mischwäldern.
Auch der Weißstorch ist in Brandenburg seit Jahren rückläufig. Nach Angaben des Nabu sorgen Trockenheit und intensive Landwirtschaft dafür, dass die Vögel nicht genug Nahrung finden.
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