ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:43 Uhr

Anklage gegen mutmaßlichen Mörder im Frühjahr?

Plüschtiere und Kerzen, die zum Gedenken an den ermordeten Elias von Einwohnern in der Nähe seines früheren Wohnortes „Am Schlaatz“ in Potsdam (Brandenburg) aufgestellt wurden, sind am 02.11.2015 zu sehen. Polizei und Staatsanwaltschaft sind weiter bemüht, den Tod der beiden Jungen Mohamed und Elias in der Region Berlin-Brandenburg lückenlos aufzuklären. Ein tatverdächtiger 32 Jahre alter Mann befindet sich in Untersuchungshaft. Foto: Ralf Hirschberger/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Plüschtiere und Kerzen, die zum Gedenken an den ermordeten Elias von Einwohnern in der Nähe seines früheren Wohnortes „Am Schlaatz“ in Potsdam (Brandenburg) aufgestellt wurden, sind am 02.11.2015 zu sehen. Polizei und Staatsanwaltschaft sind weiter bemüht, den Tod der beiden Jungen Mohamed und Elias in der Region Berlin-Brandenburg lückenlos aufzuklären. Ein tatverdächtiger 32 Jahre alter Mann befindet sich in Untersuchungshaft. Foto: Ralf Hirschberger/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Ralf Hirschberger (dpa-Zentralbild)
Potsdam. Ende Oktober gestand ein 32-Jähriger die Morde an den Jungen Mohamed (4) aus Berlin und Elias (6) aus Potsdam. Der Prozess könnte schon bald beginnen.

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder von Mohamed (4) aus Berlin und Elias (6) aus Potsdam könnte schon in wenigen Monaten beginnen. „Ich rechne mit einer Anklage im Frühjahr“, sagte der Potsdamer Rechtsanwalt Mathias Noll der Deutschen Presse-Agentur. Ein 32-jähriger Mann aus dem brandenburgischen Kaltenborn (Teltow-Fläming) hatte Ende Oktober beide Morde gestanden. Elias war vor einem halben Jahr am 8. Juli von einem Spielplatz im Potsdamer Stadtteil Schlaatz verschwunden, das Flüchtlingskind Mohamed wurde am 1. Oktober vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) entführt.

Der 32-Jährige wird von einem Gutachter auf seine Schuldfähigkeit untersucht. Das Ergebnis liege aber noch nicht vor, sagte Noll. „Mein Mandant hat keine weiteren Aussagen gemacht“, betonte der Anwalt. Der 32-Jährige hatte den Ermittlern nach seiner Festnahme erklärt, er habe Mohamed missbraucht und mit einem Gürtel erdrosselt. Zu dem Mord an Elias machte er keine Angaben. Der mutmaßliche Mörder sitzt weiter zum Schutz vor Gewalt von Mitgefangenen in einer Einzelzelle in Brandenburg/Havel in Haft.