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Angriff auf Lausitzer Geldautomaten: Tätergruppe im Visier

Potsdam/Spremberg. Insgesamt sieben Angriffe auf Geldautomaten hat es in den vergangenen zwölf Monaten in der Lausitz gegeben, zuletzt in der vergangenen Woche in Spremberg. Das Landeskriminalamt (LKA) hat die Ermittlungen an sich gezogen und bestätigt nun erstmals, dass bei den Taten offenbar immer die gleiche Tätergruppe am Werk war. B. Baumert

"Auf Grund der im Rahmen der Ermittlungen festgestellten Zusammenhänge zwischen einzelnen Taten in einem ‚lokalen Gebiet‘ ist davon auszugehen, dass diese Taten durch eine Tätergruppierung begangen wurden", teilt Polizeisprecherin Stefanie Klaus mit. Zuletzt waren die Täter in der Lausitz im Spree-Neiße-Kreis aktiv. Bei ihrem Doppelanschlag in Spremberg konnten sie in einem Fall tatsächlich an die Geldkassette gelangen, wie das LKA bestätigt. "Durch die Täter konnte Bargeld entwendet werden", so Stefanie Klaus. Zur Höhe der Beute will das LKA "aus ermittlungstaktischen Gründen" keine Angaben machen.

Die Verfolgung der Automatenknacker ist beim LKA an die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Berlin-Brandenburg (GEG) übergeben worden. Diese kümmert sich speziell um bandenmäßige Einbruchs- und Raubdelikte. Seit Juni gehört dazu auch die Lausitzer Automatensprenger-Serie. 17 Ermittler sind in der Gruppe aktiv.

Gestern versuchten Unbekannte am Morgen, zwei Geldautomaten in Eisenhüttenstadt auszurauben. Dabei wurden diese sowie eine Fensterscheibe und das Interieur der Filiale beschädigt, wie die Polizei mitteilte. Die Täter sind auf der Flucht.