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Amerikanische Sumpfkrebse wandern in Berlin

Auf der Suche nach neuen Gewässern: Amerikanische Sumpfkrebse sorgen in Berlin für Erstaunen.
Auf der Suche nach neuen Gewässern: Amerikanische Sumpfkrebse sorgen in Berlin für Erstaunen. FOTO: dpa
Berlin. Relativ große rote Krebse erregen derzeit die Aufmerksamkeit von Passanten im und nahe dem Berliner Tiergarten. "Wir bekommen derzeit fast täglich Anrufe, dass die wandernden Tiere gesichtet wurden", sagte Ulrike Kielhorn, Naturschutzreferentin beim Nabu Berlin dieser Tage. dpa/uf

Es handle sich um Rote Amerikanische Sumpfkrebse, die etwa auf Wegen und Wiesen des Parkes, aber auch vor der Spanischen Botschaft unterwegs gewesen seien.

Das Vorkommen dieser ursprünglich in Nordamerika heimischen Krebse in mehreren Berliner Gewässern, etwa im Neuen See im Tiergarten, ist länger bekannt. "Dieses Jahr haben wir es aber zum ersten Mal, dass sie sich massiv raus begeben", sagte Kielhorn. Vermutlich wollten sie neue Gewässer besiedeln. Die Krebse können bis zu 15 Zentimeter lang werden. An den Scheren haben sie auffällige kleine Dornen.

Die Sumpfkrebs-Bestände in Berlin gehen auf Aussetzungen von Tierhaltern zurück. Davor warnt der Nabu jedoch ausdrücklich, da sich die Exoten schnell vermehrten und als Träger einer Pilzerkrankung auch eine Gefahr für europäische Flusskrebsarten darstellen könnten.