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| 20:16 Uhr

Weil Uni-Absolventen in die Schwarmstädte wollen
Lausitz gehen die Akademiker aus

Köln/Cottbus. Cottbus steht mit einem Anteil von 19 Prozent noch ganz gut da. Elbe-Elster ist weit abgeschlagen. Von Christine Keilholz

Junge und gebildete Menschen zieht es in die großen Städte. Das Nachsehen haben ländliche Regionen. Dort fehlt es an Akademikern – also an Ärzten, Lehrern und Führungskräften für Unternehmen. Diese besondere Facette der Landflucht hat das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer Studie untersucht, die am Montag erschienen ist. Die Studie kommt zu dem Schluss: Hohe Bildungsabschlüsse sind in Deutschlands Regionen sehr ungleich verteilt.

Bundesweit liegt der Anteil von Akademikern an der Gesamtbevölkerung bei 16 Prozent. Cottbus rangiert mit 19 Prozent leicht darüber.

Zwar studieren insgesamt immer mehr junge Leute – aber sie haben auch genaue Vorstellungen, wo sie leben wollen. Dieser Trend hat Leipzig, Potsdam und Berlin einen Boom beschert. Die meisten Akademiker leben in Städten mit großen und attraktiven Unis. Diese Städte ziehen viele junge Leute an, die ein Studium beginnen wollen. Weit abgeschlagen hingegen sind ländliche Kreise wie Elbe-Elster, wo nur neun Prozent der Einwohner eine Hochschulausbildung abgeschlossen haben.

Die Macher der Studie raten solchen Regionen, fortgezogene Absolventen für die Rückkehr zu gewinnen. „Dafür gilt es, sich konsequent an den Bedürfnissen der verschiedenen Zielgruppen auszurichten.“ Dazu gehört in der Lausitz die Hilfe bei der Suche nach Wohnungen, heißt es bei der IHK Cottbus. Auch Unterstützung bei der Jobsuche für den Partner ist zu einer wichtigen Dienstleistung für Firmen geworden, um auswärtiges Personal anzulocken. Themen des Tages Seite 3