Nach der Bestätigung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei zwei Wildschweinkadavern außerhalb des Kerngebietes hat der Landesbauernverband Brandenburg seine Forderung nach dem zügigen Bau eines festen Zauns um das Gebiet erneuert.
„Mobile Zäune, die nicht gewartet werden, bieten keinen ausreichenden, dauerhaften Schutz“, sagte LBV-Präsident Henrik Wendorff.
Der LBV-Präsident forderte den betroffenen Landkreis Märkisch-Oderland auf, beim Bau der noch ausstehenden festen Zaunanlage als Ersatz für den Mobilzaun, das Tempo zu forcieren. Die Aktivitäten müssten darauf ausgerichtet werden, die Wildschwein-Entnahme im Kerngebiet und der angrenzenden weißen Zone bis Ende März abzuschließen. Das gelte auch für die anderen Landkreise.
Auf den Schultern der Jäger laste jetzt eine sehr hohe Verantwortung. Die Seuche müsse aber gestoppt werden, sonst seien die Schweinehaltung und auch die Frühjahrsaussaat extrem gefährdet.

527 Fälle von Afrikanischer Schweinepest

Das Nationale Referenzlabor für Afrikanische Schweinepest (ASP) hatte bei 30 weiteren Wildschweinen den ASP-Verdacht bestätigt. Die Zahl der bestätigten ASP-Fälle stieg in Brandenburg damit auf 527. Zwei Funde lagen rund zwei Kilometer außerhalb des Kerngebiets im Landkreis Märkisch-Oderland.
Die Freien Bauern, Interessenvertretung der bäuerlichen Familienbetriebe, unterbreiteten dem Landwirtschaftsministerium unterdessen Vorschläge für eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Schweinepest.
Afrikanische Schweinepest in Brandenburg Wildschwein-Kadaver bleiben teils tagelang liegen

Guben/Neuzelle

„Nur wenn wir durch Anbau von Getreide, Mais und Raps ein attraktives Futterangebot für das Schwarzwild beibehalten, wird es in den eingezäunten Zonen bleiben und die Seuche nicht in weitere Gebiete tragen“, sagte Landwirt Christoph Schulz aus Atterwasch im Spree-Neiße-Kreis, der mit seinen Kollegen ein Konzept erarbeitet hat. Darauf aufbauend könnten den Angaben nach optimale Bedingungen für eine rationelle Bejagung geschaffen werden.