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AfD debattiert auf Parteitag über Amt und Mandat

Pritzwalk/Potsdam. Im vergangenen Jahr zog die Alternative für Deutschland (AfD) spektakulär in den Brandenburger Landtag ein. Elf Sitze gewann man, nach dem Fraktionsausschluss des Abgeordneten Stefan Hein sind nun noch zehn Parlamentarier in den Reihen der zweitgrößten Oppositionsfraktion versammelt. las

In einer Fraktion, die von ihrem Vorsitzenden Alexander Gauland seit den Wahlen auf einen stramm rechten Kurs geführt wird: Mehr Abschiebungen, weniger Asylbewerber sind Hauptforderungen der Brandenburger AfD.

An diesem Wochenende trifft sich die Partei nun in Pritzwalk in der Prignitz zu ihrem zweitägigen Landesparteitag. Auf dem Programm steht die Wiederwahl des Vorsitzenden - andere Kandidaten als der Landes- und Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland, der allerdings in den vergangenen Wochen krank im Landtag fehlte, sind derzeit nicht bekannt.

Dafür gibt es um so mehr Anträge auf eine Änderung der Parteisatzung: Gefordert wird unter anderem die Trennung von Amt und Mandat - maximal ein Landtagsabgeordneter soll auch im Landesvorstand vertreten sein.

Zudem gibt es auch in der Brandenburger AfD Flügelkämpfe: So trat der Vorsitzende der Kreistagsfraktion der AfD im Kreistag Märkisch-Oderland aus der Partei aus. Sein Vowurf: In der AfD herrsche noch weniger innerparteiliche Demokratie als in den etablierten Parteien.

Zuvor hatte sich Dreger geweigert, ein früheres Mitglied der DVU in die Fraktion aufzunehmen. Bereits zuvor hatte die Landtagsabgeordnete Christina Schade ihr Amt als stellvertretende Fraktionsvorsitzende niedergelegt. Angeblich will sie sich künftig stärker um ihr Themenfeld Wirtschaftspolitik kümmern.