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| 15:06 Uhr

Sechs Verletzte
Acht Unfälle binnen 24 Stunden auf Lausitzer Autobahnen

Die A10 gehörte am Mittwoch zu den Hitze-Opfern. An der Fahrbahn kam es zu Schäden und in der Folge zu längeren Staus.
Die A10 gehörte am Mittwoch zu den Hitze-Opfern. An der Fahrbahn kam es zu Schäden und in der Folge zu längeren Staus. FOTO: dpa / Marc Tirl
Cottbus. Unfälle auf Lausitzer Autobahnen häufen sich derzeit wieder. Hitze, Unaufmerksamkeit und Wetter führten allein in den vergangenen 24 Stunden zu acht Unfällen. Sechs Personen wurde dabei verletzt. Von Bodo Baumert

Auf der A13 sind am Donnerstagmorgen kurz nach 7 Uhr bei Teupitz in Fahrtrichtung Berlin zwei Pkw aufeinander gefahren. Die Polizei meldet rund 2000 Euro Sachschaden. Die Insassen blieben unverletzt und beide Autos fahrbereit.

Weniger Glück hatten die Insassen zweier Pkw bei einem Unfall auf der A13 bei Schwarzheide: Rettungskräfte und Polizei wurden am Donnerstag um 4.15 Uhr alarmiert, nachdem in Fahrtrichtung Dresden ein Pkw mit Anhänger ins Schleudern gekommen und bei der nachfolgenden Drehung gegen die Schutzplanke geprallt war. Der Fahrer eines nachfolgenden Pkw war kurz danach in den havarierten Zug gefahren. „Bei dem Unfall erlitten sowohl die beiden Autofahrer im Alter von 56 und 67 Jahren wie auch ein mitreisendes sechsjähriges Kind und zwei Frauen im Alter von 38 und 64 Jahren leichte Verletzungen, so dass alle zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus gebracht wurden“, berichtet Polizeisprecher Torsten Wendt. Zur Absicherung der Rettungseinsätze und Fahrzeugbergungen musste die A13 voll gesperrt werden, was bis kurz vor 7 Uhr für erhebliche Verkehrsbehinderungen und einen Stau sorgte.

30 Minuten später ereignete sich bei Ortrand auf der A13 der nächste Unfall: Zwischen der sächsischen Landesgrenze und der Anschlussstelle Ortrand kam gegen 4.45 Uhr ein Pkw nach links von der Straße ab und prallte gegen die Mittelschutzplanke. In der Folge schlug das Auto gegen die rechte Schutzplanke, wo mehrere Pfosten abgerissen wurden, und überschlug sich. Der 56-jährige Fahrer trug leichte Verletzungen davon, die ambulant in einem nahegelegenen Krankenhaus zu versorgen waren. Ersten Ermittlungen zufolge ist Übermüdung, die zum Sekundenschlaf führte, als Unfallursache wahrscheinlich. Die zeitweiligen Sperrungen zur Absicherung des Rettungseinsatzes und der Fahrzeugbergung wurden um 7.30 Uhr wieder aufgehoben.

Ebenfalls auf der A13 hat es am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr ein Kleinwagen verunglückt. Nahe der Anschlussstelle Bestensee wurde dem Fahrer ein geplatzter Reifen zum Verhängnis. Wie der Polizei berichtet, war das Auto nach der Havarie gegen die Schutzplanke geprallt und dabei so schwer beschädigt worden, dass bei einer vorläufigen Schadensbilanz von etwa 5000 Euro ein Abschleppdienst gerufen werden musste. Der Fahrer blieb unverletzt.

Auf der A15 bei Vetschau wurde dem Fahrer eines Pkw am Mittwochnachmittag gegen 14.30 Uhr die Gewitterfront zum Verhängnis, als er auf der nassen Fahrbahn wegen unangepasster Geschwindigkeit ins Schleudern kam und gegen die Mittelschutzplanke prallte. In der Folge schlug der Wagen in die rechte Schutzplanke ein. Der Fahrer blieb unverletzt, musste aber das Auto bei einem Totalschaden von etwa 23 000 Euro vom Abschleppdienst bergen lassen. Die zeitweilige Sperrung der A 15 in Richtung Polen wurde um 15:45 Uhr wieder aufgehoben.

Am Ende eines Staus auf dem südlichen Berliner Ring A10 war es am Mittwoch gegen 16 Uhr zu einem Auffahrunfall im Bereich des Schönefelder Kreuzes gekommen. Offenbar mit unangepasster Geschwindigkeit war ein Pkw auf einen stehenden Wagen und anschließend gegen die Mittelschutzplanke geprallt, was geschätzte 10 000 Euro Sachschaden zur Folge hatte. Die Insassen beider Fahrzeuge blieben unverletzt. Bis 17 Uhr sorgte die zur Absicherung der Unfallstelle erforderliche Sperrung einer Richtungsfahrbahn für erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Im Bereich der Anschlussstelle Niederlehme auf der A10 ereignete sich in Fahrtrichtung Ost am Mittwoch ein weiterer Verkehrsunfall, über den die Polizei um 15.15 Uhr informiert wurde. Nach der Missachtung des Vorranges beim Einordnen war es zur seitlichen Kollision eines Pkw mit einem Lkw gekommen. Verletzt wurde dabei niemand und trotz eines Sachschadens von insgesamt etwa 3000 Euro konnten beide Fahrzeuge nach der Unfallaufnahme ihre Tour fortsetzen.

Die A10 war in diesem Bereich am Mittwoch ohnehin ein Stauschwerpunkt, nachdem die Hitze zu Fahrbahnschäden in beiden Fahrrichtungen geführt hatte.

Auf dem südlichen Berliner Ring A10 ereignete sich am Donnerstag kurz vor 7.30 Uhr noch ein Auffahrunfall, an dem drei Fahrzeuge beteiligt waren. Ein Kleintransporter war so heftig auf einen Kleinwagen geprallt, dass dieser auf einen weiteren Pkw geschoben wurde. Verletzt wurde dabei offensichtlich niemand, aber bei einer Gesamtschadensbilanz von rund 4000 Euro musste der Pkw auf einen Abschlepper geladen werden. Kurzzeitige Sperrungen der A 10 in Richtung Spreeau dauerten bis etwa 9 Uhr an.