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| 02:41 Uhr

Abstellfläche verzweifelt gesucht

Am 14. September wählt Brandenburg einen neuen Landtag.

Pünktlich um 18 Uhr schließen die Wahllokale. Und mit einem tiefen Gong-Ton verkünden die Mitarbeiter der Fernsehanstalten in ihren Studios die ersten Zahlen der Prognose. Für die Mitarbeiter des Potsdamer Landtags bedeutet das: Es hat alles funktioniert. Denn damit am 14. September die Fernsehsender live aus Potsdam berichten können, sind umfangreiche Vorbereitungen notwendig. Vorbereitungen, die schon in diesen Tagen laufen. "Wir planen eine Landtagswahl immer ein Jahr im Voraus", sagt Katrin Rautenberg, Sprecherin des Potsdamer Landtags. Denn fast jeder bundesweit sendende Fernsehsender will aus Potsdam berichten.

"Wir haben einen erheblichen Flächenbedarf für die Sendestudios", sagt Rautenberg. Übertragungswagen, Container, jede Menge Technik. Im alten Landtag auf dem Brauhausberg war das kein Problem. "Da fuhr man alles auf den Hof, und jeder wusste, wo sein Stellplatz ist." Im neuen Stadtschloss dagegen ist die Sache komplizierter: Die Flächen rund um den Landtag gehören der Stadt. Das Straßenpflaster dort ist nicht für 40-Tonner ausgelegt, und an zwei Seiten des Gebäudes fährt die Straßenbahn. Und durch das Fortunaportal, den Eingang zum Innenhof des Landtags, passen keine Lkw. Wohin also mit den Studios und den Übertragungswagen? "Wir führen derzeit jede Menge Gespräche und sehen uns alle infrage kommenden Orte genau an", sagt Rautenberg. Der momentane Stand der Dinge: Die Sendestudios sollen im Innenhof des Landtags aufgebaut werden. Aber ohne Lkw - denn die passen dort ja nicht hin. Alles muss mit Muskelkraft bewegt werden.

Die schreibende Zunft hat es da einfacher: Für Zeitungsjournalisten werde es während der Landtagswahl ein gemeinsames Medienzentrum des Amtes für Statistik, des Landtags und des Landeswahlleiters geben. "Denn das hat sich beim letzten Mal bewährt." Und zumindest dafür ist dann auch im neuen Landtag ausreichend Platz vorhanden.