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Abschied von getötetem Polizisten

Polizeibeamte, Kollegen, Freunde und Angehörige begleiten in Pfaffendorf den Trauerzug zur Beerdigung eines der beiden Polizisten, die am 28. Februar bei einem Einsatz überfahren worden waren.
Polizeibeamte, Kollegen, Freunde und Angehörige begleiten in Pfaffendorf den Trauerzug zur Beerdigung eines der beiden Polizisten, die am 28. Februar bei einem Einsatz überfahren worden waren. FOTO: dpa
Pfaffendorf. Unter großer Anteilnahme ist am Samstag einer der beiden Polizisten beigesetzt worden, die Ende Februar von einem mutmaßlichen Mörder überfahren worden waren. An der Trauerfeier in Pfaffendorf, einem Ortsteil von Rietz-Neuendorf im Landkreis Oder-Spree, nahmen unter anderen auch Ministerpräsident Dietmar Woidke und Innenminister Karl-Heinz Schröter (beide SPD) teil. dpa/sm

Mehrere Hundert Polizisten und Bürger gaben dem Beamten das letzte Geleit. An vielen Polizeiwachen im Land wehten die Fahnen auf Halbmast. "Wir geben den Hinterbliebenen jede Unterstützung, die sie brauchen", sagte Schröter am Rande der Trauerfeier. Es wisse aber auch, dass alle Aktivitäten den Verlust von Vater, Ehemann oder Sohn nicht aufheben könnten. Bessere Ausrüstung für die Polizei und eine Verschärfung der Gesetze könnten etwas mehr Schutz für Polizisten schaffen.

Die beiden getöteten Beamten hinterlassen jeweils Ehefrau und drei Kinder. Die Polizisten waren am 28. Februar unweit von Beeskow an einer Straßensperre überfahren worden. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hatte ein 24-Jähriger zunächst seine 79 Jahre alte Großmutter in Müllrose getötet und dann die beiden Polizisten mit hoher Geschwindigkeit überfahren. In seiner Vernehmung hatte der Mann zugegeben, mit hohem Tempo gezielt auf die Beamten zugefahren zu sein - weil er gefürchtet habe, von den Beamten erschossen zu werden.

Bei der Bluttat stand der junge Mann unter Drogen. Er wurde nach seiner Festnahme in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Der Mann war zuvor bereits mehrfach mit der Justiz in Konflikt geraten, wie neben der Staatsanwaltschaft auch die Mutter in einem Interview schilderte.

Am Freitag ist die Trauerfeier für den zweiten getöteten Polizisten in Schernsdorf geplant.